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Unfreiwillige Landung
Heißluftballons stranden mitten in Frankenholz

Frankenholz: Drei Heißluftballons müssen Notlanden FOTO: Michael Simon / Michael Simon/Feuerwehr Frankenholz
Frankenholz. Unfreiwillige Landungen haben Piloten am Donnerstagabend hingelegt. Dabei gingen sie zwischen eng stehenden Wohnhäusern auf offener Straße nieder. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Ungewöhnlicher Einsatz für Feuerwehr und Polizei im Bexbacher Stadtteil Frankenholz: Die mussten am Donnerstag gegen 20 Uhr ausrücken, um gestrandete Heißluftballone zu sichern. Diese waren in zwei engen Straßen unfreiwillig hinuntergekommen, wie der stellvertretende Löschbezirksführer Michael Simon berichtet.


Als die Helfer ankamen, war eine Montgolfiere schon in der Richard-Wagner-Straße gelandet. „Das war eine enge Angelegenheit zwischen Hecken, Häusern und Hochleitungen. Aber der Pilot hat eine 1-A-Landung hingelegt“, berichtet Simon. Beim zweiten Ballon baten die Fahrer von oben um Hilfe. Sie ließen Taue runter, um etwa 500 Meter weiter in der Dostalstraße wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Die Helfer auf der Erde zogen sie zum Landeplatz, ebenfalls auf offener Straße.

Ein Homburger Polizeisprecher berichtet am Freitagmorgen von einem dritten Ballon, der in einem Wald in schwer zu erreichendem Gelände niedergegangen sei. Davon war der Feuerwehr allerdings nichts bekannt.



Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt. Auch die Ballone blieben unbeschädigt. Nach Simons Angaben kostet einer davon bis zu 100 000 Euro. Der Einsatz dauerte eine Stunde.

Zuvor waren nach Polizeiangaben die Heißluftballone zu ihrer Fahrt nahe des Bexbacher Kraftwerkes aufgebrochen. Die Notlandung mitten im Ort führten die Piloten auf schlechte Thermik und fehlenden Wind zurück, was sie von ihrer eigentlichen Route abgebracht hatte.