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Abschlussfeier Galileoschule
Hauptgewinn im „Casino Royal“

Schick in Schale: Unter dem Motto „Casino Royal“ verabschiedete die Galileo-Schule am vergangenen Freitag ihre Absolventen 2018.
Schick in Schale: Unter dem Motto „Casino Royal“ verabschiedete die Galileo-Schule am vergangenen Freitag ihre Absolventen 2018. FOTO: Jennifer Klein
Bexbach. Mit dem MBA-Zeugnis in der Tasche sind die Absolventen der Bexbacher Galileo-Schule bereit fürs nächste Spiel. Von Jennifer Klein

Zur „Hall of Fame“ wurde die Sportaula der Galileo-Gemeinschaftsschule in Bexbach bei der Abschlussfeier am vergangenen Freitag. Spielkarten und Würfel zierten, passend zum Motto „Casino Royal“, die Wände, und jeder der Absolventen hatte seinen eigenen Stern an der „Wall of Fame“. Unter dem ­Applaus der stolzen Eltern, Großeltern, Geschwister und Lehrer zog der Abschlussjahrgang in die Halle ein, natürlich schick gewandet, die Mädchen in eleganten Abendkleidern, die Jungen in dunklem Zwirn.


„Die Würfel sind gefallen, die Gewinner stehen fest“, erklärte denn auch Schulleiterin Gaby Schwartz: Gewinner sind natürlich die Schüler der drei Zehner-Klassen, die nun ihren Abschluss in der Tasche haben. 36 Schüler haben den Mittleren Bildungsabschluss (MBA), 27 A-Kurs-Schüler haben die Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe erworben, ohne die MBA-Prüfung mitschreiben zu müssen – sie erhalten ihr Abschlusszeugnis erst am letzten Schultag, 22. Juni, standen bei der Feier nichtsdestotrotz aber ebenfalls auf der Bühne. „21 Schüler haben sich für unsere Oberstufe entschieden“, betonte Gaby Schwartz. Die Galileo-Schule bietet die gymnasiale Oberstufe in Kooperation mit den Gesamt-
schulen in Neunkirchen und Schiffweiler an.

„Hinter euch liegen viele Spielrunden, in denen ihr vielfältige Erfahrungen sammeln durftet“, erinnerte Gaby Schwartz an Aha-Erlebnisse im Unterricht, kreative Augenblicke und Klassenfahrten. „Nehmt euer Wissen, nutzt eure Talente“, gab sie den Absolventen mit auf den Weg. Jeder habe den Grundstein bekommen zu dem, was er für seinen Lebensweg brauche. „Die Chancen auf einen Gewinn im Casino des Lebens stehen hoch!“



Den Brückenschlag vom Casino zum Fußballstadion – naheliegend im WM-Jahr – vollzog der Tutor und Sportlehrer Rudi Klaus im eleganten Doppelpass: von der Roulettekugel zum Ball war es nur ein Katzensprung, schließlich sind beide rund, „und der Fußball ist oft genug auch ein Glücksspiel, zum Beispiel wenn‘s ans Elfmeterschießen geht“, erklärte Klaus, der unter dem Jubel des Publikums im Deutschland-Trikot mit Rückennummer 6 auflief.

Neben dem Dank ans Trainer-Team richtete er auch den Blick nach vorn: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, erinnerte er die Absolventen daran, sich nun mit voller Kraft auf den nächsten Lebensabschnitt zu konzentrieren, der vor ihnen liege. „Gute Spieler machen immer neue Fehler, schlechte Spieler machen immer die gleichen Fehler“, ermunterte er die jungen Leute dazu, Neues auszuprobieren, Fehler zu machen – „aber bitte jeden Fehler nur einmal!“

Für bewegende Momente zwischen den Reden sorgte Anna-Lena Wagner am Klavier, ebenso Leon Kribbelbauer, der eine Eigenkomposition spielte – „in zehn Jahren sehen wir ihn vielleicht ganz oben im Musikbusiness“, prophezeiten die beiden Moderatoren Marie Breiter und Julian Biet. Die Schulband steuerte zwei Titel bei, Julia Sobko und ihre Mädchen-Band präsentierten den Country-Hit „Jolene“. Für ihre Tanzeinlage ernteten Frances Ferber, Xenia Kahl und Julia Sobko viel Applaus.

Die Absolventen nahmen nicht nur ihre Zeugnisse entgegen, sondern vergaben auch selbst Auszeichnungen.

Die Schüler hatten anonym abgestimmt und in verschiedenen Kategorien Preise verliehen, so gingen Medaillen und Sterne zum Beispiel an den organisiertesten Lehrer, den gesprächigsten Lehrer oder an den „lustigsten Lehrer“.

Einen Ehrenpreis erhielt Tutor Dirk Fuhrmann, der die a-Klasse seit der Stufe fünf betreut hatte – „weil er es so lange mit uns ausgehalten hat“. In der Schülerrede blickten Elanur Cay (10a), Alisha Klicker (10c) und Sasha Mohr (10b) zurück auf die anstrengende und stressige Prüfungszeit, den teils chaotischen, teils lustigen und teils nervigen Schulalltag, aber auch auf den Zusammenhalt, der trotz allem da war: „Zusammen konnten wir den täglichen Schulwahnsinn überleben“, sagte Alisha Klicker, und zitierte abschließend das Schul-Motto: „Gemeinsam gelingt es!“

Nach der Auszahlung des Hauptgewinns, sprich der Übergabe der Zeugnisse, wurde dann im Casino festlich-fröhlich weiter gefeiert.