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Stadtrat Bexbach
Ideenwettbewerb soll Lösung bringen

Ein Bild aus besseren Tagen: Die Höcherberghallen sind inzwischen geschlossen, nun soll ein Ideenwettbewerb die beste Möglichkeit ermitteln, wie ein Ersatzneubau gestaltet werden kann.
Ein Bild aus besseren Tagen: Die Höcherberghallen sind inzwischen geschlossen, nun soll ein Ideenwettbewerb die beste Möglichkeit ermitteln, wie ein Ersatzneubau gestaltet werden kann. FOTO: Thorsten Wolf
Bexbach. Bexbacher Stadträte diskutierten in ihrer jüngsten Sitzung mögliche Alternativen zu den Höcherberghallen. Von Thorsten Wolf

Wie geht es weiter mit dem Neubau einer Mehrzweckhalle als Ersatz für die zwischenzeitlich gesperrten Höcherberghallen? Das war wohl das wichtigste Thema der Sitzung des Bexbacher Stadtrates am Dienstagabend. Konkret sollte der Rat darüber entscheiden, in welcher der ursprünglich angedachten Varianten der Neubau nun tatsächlich ausgeführt werden soll. Dabei beschrieb die Sitzungsvorlage auch sehr genau, welche einzelnen Anforderungen die neue Halle erfüllen soll.


Im Detail geht es um eine Drei-Feld-Halle mit fester Tribüne, einem größeren Foyer mit Garderobe, Raum für Ausschank und Catering sowie zusätzlichen Abstell- und Lagerräumen. Bezeichnet wurde diese Variante in der Beschlussvorlage mit „abgespeckte Variante drei“ als Verweis auf die ursprünglich mehreren angedachten Baumöglichkeiten. Für diese Variante will die Stadt nun einen Ideenwettbewerb, ein so genanntes „Auslobungsverfahren“, starten. Gleichzeitung soll die Verwaltung auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten prüfen – auch jenseits der derzeit im Raum stehenden 6,5 Millionen Euro Gesamtkosten.

Horst Hornberger von der SPD mit Verweis auf den zeitlichen Stand der Dinge beim Neubau der Halle: „Wir hätten eigentlich schon heute gerne einen endgültigen Beschluss gefasst. Man wird ja immer wieder angesprochen, draußen in der Öffentlichkeit, von Vereinen, wo auch immer. Die Zeit drängt ja schon.“ Wenn sich nun aber die Möglichkeit biete, so Hornberger, eine noch bessere Lösung mit vertretbaren Kosten zu finden, dann werde man seitens der SPD dem Beschlussvorschlag natürlich zustimmen, „insbesondere, weil es wichtig ist, dass in dieser Frage ein breiter Konsens im Stadtrat besteht. Ich bitte nur, dass man das weitere Verfahren zügig voranbringt. Das wäre uns wichtig“.



CDU-Fraktionssprecher Karl-Heinz Klein signalisierte für seine Partei ebenfalls inhaltliche Zustimmung zum weiteren Verlauf der Planungen, störte sich aber an der Bezeichnung „abgespeckte“ Variante Drei. „Im Grunde genommen geht es doch darum, dass wir die Variante Drei bauen möchten, es handelt sich unser Erachtens dabei um eine abgespeckte Variante Eins. Deshalb möchten wir auf den Begriff ‚abgespeckt‘ verzichten“, so Klein mit Verweis auf den Auftrag an die Verwaltung, auch alternative Finanzierungskonzepte zu prüfen, „die auch eine Finanzierung oberhalb von 6,5 Millionen Euro einschließen“. So ergebe sich, wie der CDU-Fraktionssprecher aus seiner Sicht erläuterte, ein gewisser Widerspruch zur Formulierung „abgespeckt“. Diesem Ansinnen konnte Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis (SPD) folgen.

Für die FDP-Fraktion im Stadtrat würdigte Wolfgang Krauß zwar den nun gefundenen, fraktionsübergreifenden Kompromiss, störte sich aber an der Suche nach Finanzierungsoptionen oberhalb von 6,5 Millionen Euro. „Da würde mich schon interessieren, wie das letztendlich aussieht.“

So sei für ihn wichtig, wie sich entprechende Planungen auf die Haushalte der kommenden Jahre auswirkten, wenn die Kosten die zugesagten Mittel überstiegen. „Wir wollen eine Halle, wir brauchen eine Halle. Aber ob wir sie überhaupt mit 6,5 Millionen Euro, und auch oberhalb, finanzieren können – das ist eine dringende Frage, die beantwortet werden muss.“ An dieser Stelle versicherte Bürgermeister Thomas Leis den Stadträten, dass auch einen Finanzierung jenseits der 6,5 Millionen Euro möglich sei, „allerdings über die Jahre gestreckt“. Am Ende stimmte der Bexbacher Stadtrat einstimmig dafür, nun in den Ideenwettbewerb für den Neubau einer Ersatzhalle für die Höcherberghallen zu gehen.

Solche Ideenwettbewerbe im Bereich der Architektur und des Städtebaus werden in der Regel dann veranstaltet, wenn für eine anstehende konkrete Planungsaufgabe oder für eine generelle Ideenfindung ein optimaler Entwurf gefunden werden soll. Denn: Da es trotz teils präziser Vorgaben immer noch viele verschiedene Möglichkeiten gibt, ein Bauwerk zu gestalten, versucht man auf diesem Weg durch die Planung von Alternativen die beste Lösung zu finden.