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Karitativer Weihnachtsmarkt
Glühwein für die Menschen mit den großen Herzen

Auch beim karitativen Weihnachtsmarkt in Oberbexbach durfte der Nikolaus nicht fehlen, mit seinem Auftritt sorgte er auch da für leuchtende Kinderaugen.
Auch beim karitativen Weihnachtsmarkt in Oberbexbach durfte der Nikolaus nicht fehlen, mit seinem Auftritt sorgte er auch da für leuchtende Kinderaugen. FOTO: Thorsten Wolf
Oberbexbach. Zum karitativen Weihnachtsmarkt am Stockwäldchen strömten auch dieses Jahr wieder viele Bexbacher, um Gutes zu tun. Von Thorsten Wolf

Viele, eigentlich alle Nikolaus- und Weihnachtsmärkte in der Region reklamieren das Prädikat „besonders“ für sich. Einer, auf den genau das mit Sicherheit zutrifft, lockte am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Besucher ans Stockwäldchen nach Oberbexbach: der nunmehr 15. karitative Weihnachtsmarkt Oberbexbach, nicht zu verwechseln mit dem Oberbexbacher Weihnachtsmarkt, der erst am kommenden Wochenende stattfindet.


Was macht nun den karitativen Weihnachtsmarkt so besonders? Natürlich zum einen, dass alle Einnahmen, im vergangenen Jahr immerhin stolze 55 500 Euro, gespendet werden. Zum anderen, dass der Markt eine Initiative von vier Unternehmen und deren Eigentümerfamilien ist, also wahrlich ein privates Engagement für den guten Zweck. Und damit dieser erfüllt wird, hat man in den zurückliegenden eineinhalb Jahrzehnten am Stockwäldchen einen Markt geschaffen, der über ein ganz besonderes Ambiente und über eine wunderbare Stimmung verfügt. Dass das genau so ist, dafür sorgen die besagten vier Familien, namentlich Feix, Ritter, Hauser und Schwarztrauber.

Während am vergangenen Freitag rund um die offizielle Eröffnung der Nikolaus standesgemäß mit bunt beleuchteter Kutsche auf dem Markt einfuhr, blickten Wolfgang Ritter und Ludwig Feix im Gespräch mit unserer Zeitung zurück auf die Anfänge dieser ziemlich einmaligen Erfolgsgeschichte. „Wir haben angefangen mit einem kleinen Weihnachtsdorf mit einem Durchmesser von 30 Metern und einer Spende von damals 2000 Mark“, erinnerte sich Ritter an die Anfänge. Dabei seien von Anfang an alle Mitglieder der zu Beginn beteiligten Familien und Mitarbeiter der Unternehmen eingebunden gewesen. Die Idee zu einem solchen karitativen Weihnachtsmarkt sei aus einer „Bierlaune“ heraus entstanden.



„Zuerst wollte man nur Weihnachtsbäume verkaufen. Dann hat man sich überlegt, dass man dazu ja auch Glühwein und Rostwürste verkaufen könnte.“ So sei das Ganze mit den Jahren gewachsen, mit ihm und Peter Hauser seien mit der Zeit dann weitere Mitstreiter dazu gekommen. Heute gibt es sieben Verkaufsstände und zahlreiche weitere Hütten. Alles gemeinsam im Rund aufgestellt bietet den wunderbaren Anblick eines malerischen Weihnachtsdorfes. Dass es heute genauso so aussehe, damit habe man vor Jahren nicht gerechnet, „zumindest haben wir nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht“, verdeutlichte Ludwig Feix. Mit der steigenden Zahl von Sponsoren sei der karitative Weihnachtsmarkt aber eben stark gewachsen. Bemerkenswert: „Alles was man hier auf dem Weihnachtsmarkt sehen kann, das haben wir selbst kreiert und selbst zusammengebaut.“

Bei der 2017er Auflage des Marktes sei nun auch sein Schwiegersohn Christian Ecker dazu gestoßen, erzählte Feix, damit seien es nun fünf Unternehmen, die den karitativen Weihnachtsmarkt veranstalteten. Was den Markt auch ausmache, so Feix, sei, dass es in den 15 Jahren keinen Ärger, keine Streitigkeiten auf der Veranstaltung gegeben habe, „die Menschen, die hierherkommen, kommen mit einem großen Herzen. Das macht am Ende den Markt wahrscheinlich auch aus“. Dieses große Herz sorge auch für entsprechende Spendensummen, „alle Einnahmen gehen zu einhundert Prozent an die Spenden-Empfänger“. Dies werden auch in diesem Jahr wieder die Elterninitiative krebskranker Kinder und der Mukoviszidose-Verein sein.

Aber, und hier hatte Ludwig Feix eine gute Botschaft: „Weil 80 Prozent unserer Gäste aus Bexbach kommen, wollen wir in diesem Jahr einen Teil des Erlöses am Höcherberg lassen. Wir suchen uns deswegen vier, fünf Institutionen als Empfänger aus, damit die Leute sehen, dass wir auch was für Bexbach machen.“