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Konzert
Gelungene Musikreise mit dem Schubert-Chor

Bexbach. Kreuzfahrten sind wegen ihrer Sehenswürdigkeiten so beliebt; bei der Liederreise des Bexbacher Schubert-Chors am Sonntag über den Rhein und die Donau waren es eher „Hörenswürdigkeiten“, die in der Waldorfschule für Begeisterung sorgten. red

Chorpräsident und Reiseleiter Horst Kraus versorgte die Konzertbesucher auf dem Liederschiff der Schubertianer nicht nur mit den Spielergebnissen aus Moskau, er lenkte ihre Aufmerksamkeit vor allem auf musikalische Kostbarkeiten in Ufernähe. Dazu gehörten nach dem schmissigen Einzugslied „Hinauf, Patrioten, zum Schloss“ ein zweites, ungewöhnlich zartes Lied aus der Feder von Philipp Jakob Siebenpfeiffer zum Hambacher Fest 1832 „Am deutschen Rhein, was blitzt vom Berg hernieder“. Auch die damals aufgeführten Polenlieder‚ „atmeten den Hauch der Geschichte“, wie es der Reiseleiter formulierte, die Nationalhymne oder das Liebeslied nach Chopin „In mir klingt ein Lied“, für dessen fein verwobene Klavierbegleitung Chormusikdirektor Paul O. Krick zuständig war. Auf der Donau erlebten die Reisegäste eine ausgelassene „Julischka aus Budapest“ und nach dem Ungarischen Tanz Nr. 6 von Johannes Brahms einen wirbelnden Tanz mit „Nina“ im Czardas von Wilhelm Heinrichs. Da kamen die Walzerklänge in der Donau- und Musikmetropole Wien gerade recht, um mit Robert Stolz, Oscar Straus, Franz Schubert oder Rudolf Sierchýnski wieder zu innerer Ruhe zu kommen. Wohl vorbereitet erklang „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss. Eine rundum gelungene Reise also.