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DLRG Höcherberg lebt, ist aktiv

Jan Weißler (links) und Olaf Hollfelder von der DLRG Höcherberg wollen die Herausforderung annehmen und den Verein auch am neuen Standort in Homburg in eine tragfähige Zukunft führen. Foto: Thorsten Wolf
Jan Weißler (links) und Olaf Hollfelder von der DLRG Höcherberg wollen die Herausforderung annehmen und den Verein auch am neuen Standort in Homburg in eine tragfähige Zukunft führen. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg/Bexbach. Die DLRG Höcherberg will ein Zeichen setzen: „Es gibt uns noch, wir sind aktiv“, sagte Jan Weißler. Neuer Trainingsstandort ist jetzt das Kombibad Koi in Homburg. Dort trainieren montags bis zu 40 Kinder. Thorsten Wolf

"Wir wollen ein ganz klares Signal senden: Uns gibt's noch!" Jan Weißler, früheres Vorstandsmitglied der DLRG Höcherberg, sagt diesen Satz ohne Trotz, aber mit großer Bestimmtheit. Es ist Montag, kurz vor 18 Uhr. Wir treffen Weißler und andere Verantwortliche der DLRG im neuen Homburger Kombibad Koi. Kleinste und kleine Schwimmer des Vereins sind in den Becken unterwegs. Das Homburger Bad ist die neue Heimat der Bexbacher - nachdem das Hallenbad in den Höcherberg-Hallen geschlossen wurde. Für die DLRG folgte eine kleine Odyssee, Waldmohr und das zwischenzeitlich auch geschlossene Homburger Stadtbad am Forum waren Wegmarken. Und wie es eben so ist: Auf jedem Weg verliert man Wegbegleiter. Von ehemals 350 Mitgliedern haben etwas über 200 den "Sprung ins kalte Wasser" im neuen Homburger Kombibad gewagt. Das bedeutet: Mehr als ein Drittel der Vereinsangehörigen haben den Verein zwischenzeitlich verlassen, darunter viele der richtig Aktiven. Jan Weißler: "Um mal eine Zahl zu nennen: Wir hatten in Bexbach früher rund 80 Kinder in unserem Montagstraining, jetzt bewegen wir uns zwischen 30 und 40." Die "krasse Austrittswelle", verdeutlichte Weißler, sei wohl hauptsächlich in der aufwendigeren Logistik begründet, für Bexbacher sei das neue Homburger Kombibad schlicht schlecht zu erreichen. "Früher kamen Kinder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus ans Bexbacher Hallenbad. Das ist nun hier in Homburg nicht mehr möglich. Die Rückmeldung, die wir erhalten haben, ist: Es ist uns zu weit."

Doch aufgeben wollen die Verantwortlichen der DLRG Höcherberg nicht. Weißler: "Unser Ziel ist es, in unserem eigentlich Einzugsbereich in Bexbach darauf aufmerksam zu machen, dass wir noch ein sehr aktiver Verein sind. Wir leben noch, wir sind frohen Mutes und wir haben uns nicht aus der Bahn werfen lassen. Wir werden unser Angebot im Breitensport weiterhin so gut wie möglich aufrechterhalten." Dies sei für den Verein, das gestand Weißler ein, auch mit deutlich mehr finanziellen Anstrengungen verbunden. So seien die Kosten für die Nutzung des Homburger Bades höher als die in Bexbach - verbunden mit sinkenden Einnahmen aus dem Bereich der Mitgliedsbeiträge eine große Herausforderung für den Verein.

Und was soll nun geschehen? Da hat Olaf Hollfelder, der erste Vorsitzende der DLRG Höcherberg, klare Vorstellungen für die nahe Zukunft. "Wir werden in diesem Jahr massiv in die Außenwerbung gehen um zu zeigen, dass wir nach wie vor ein schönes Programm für Kinder bieten!"