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Stadtrat Bexbach
Bexbach kommt beim Bauen voran

Zu den Themen, die der Bexbacher Stadtrat jetzt in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause behandelte, gehört auch das Dorfgemeinschaftszentrum Glanhalle.
Zu den Themen, die der Bexbacher Stadtrat jetzt in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause behandelte, gehört auch das Dorfgemeinschaftszentrum Glanhalle. FOTO: Thorsten Wolf
Bexbach. Zu sieben Abstimmungen in der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause gab es siebenmal ein einstimmiges Ja. Von Thorsten Wolf

Das war, betrachtet man zumindest die wesentlichen Tagesordnungspunkte, die wohl schnellste Sitzung des Bexbacher Stadtrates in den vergangenen Jahren. Gerade mal etwas über zwölf Minuten dauerte es am Dienstagabend, bis das Gremium ohne eine einzige Gegenstimme immerhin sieben Tagesordnungspunkte mit teils richtig großen Brocken (wir berichteten kurz) abgehakt hatte – angefangen beim Aufstellungsbeschluss für eine Bebauungsplanänderung auf dem Gelände des Bexbacher Schokoladen-Unternehmens „Fuchs & Hoffmann“ bis hin zum „Ja“ für die Auftragsvergabe für die Verschattung der Schulturnhalle in Oberbexbach.


Und tatsächlich war gerade dieser letzte substantielle Tagesordnungpunkt, abgesehen von kurzen Infos und Austausch bei „Anfragen und Informationen“, der einzige, bei dem sich außer Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis (SPD) überhaupt aus dem Rat jemand zu Wort meldete.

Und der Einwurf von CDU-Fraktionssprecher Karl-Heinz Klein mit der Nachfrage, warum erst jetzt für eine Sonnenschutzjalousie in der Oberbexbacher Halle gesorgt werde, immerhin stehe die Halle schon einige Jahre und der Lauf der Sonne selbst habe sich ja auch seit Jahrmillionen nicht verändert, war an sich schon einer, der ein bisschen Humor mitbrachte. Die Aufklärung von Thomas Schneider, dem Leiter der Bexbacher Bauverwaltung: Im Rahmen der energetischen Sanierung seien die alten Glasbausteine durch moderne Fenster ersetzt worden – deswegen sei es nun in der Halle deutlich heller als bisher.



Abgesehen von diesem kurzen Klärungsbedarf gab es seitens des Rates keinerlei Bedürfnis, zu den sieben themengebundenen Tagesordnungspunkten im öffentlichen Teil der Sitzung das Wort zu ergreifen. Sieben Abstimmungen, sieben mal ein einstimmiges „Ja“ war die Bilanz des Dienstabends. Und so wird es jetzt bei einigen größeren und großen Bauvorhaben weiter vorangehen. So beim Bexbacher Kulturbahnhof, für den nun Umbaumaßnahmen im Bereich Innenputz, Innentüren, Schlosser- und Trockenausbauarbeiten beschlossen wurden.

Und auch beim Thema Ersatzneubau für die Höcherberghallen gab es weder Redebedarf noch eine einzige Gegenstimmen. So ist nun entschieden, das ein Architektur-Büro eine Grundlagenermittlung durchführen soll. Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis sagte dazu: „Wir müssen jetzt einen Meter weiter kommen, wir müssen anfangen, um mal in eine gewisse Richtung kommen.“ Am Ende dieses Schrittes solle dann auch eine erste Grobkostenschätzung stehen.

Ebenso unstrittig und undiskutiert wurde die Sanierung der Glanhalle in Angriff genommen. Ohne Gegenstimme wurde der Planungsauftrag für den Umbau, einen Anbau und die Modernisierung der Halle vergeben. Dieser Schritt ist auch das Ergebnis zahlreicher Dorfgespräch in Höchen, die am Ende ein Konzept ergaben, das die Glanhalle mit einem Anbau für die Nutzung durch Vereine (Tagungsraum, Sozialraum, großer Raum für Proben/Kurse, Lagerraum, Materia- und Geräteraum sowie varialer Veranstaltungsraum), einer Bühne und einigen weiteren Verbesserungen und Veränderungen der bisherigen Situation zu einem echten Dorfmittelpunkt machen soll.

In direktem Kontext dazu stand dann auch ein weiterer Tagesordnungspunkt, namentlich der Verkauf der alten Höcher Schule. Auch mit diesem Thema hatte man sich in der Vergangenheit bei den „Höcher Dorfgesprächen“ befasst und einem Verkauf des Gebäudes zugestimmt – sofern das an der Glanhalle geplante, neue Dorfgemeinschaftszentrum alle für die Dorfgemeinschaft notwendigen Funktionen als Ersatz für die alte Schule beinhalte.

Der nun getroffene Beschluss, die alten Höcher Schule zu verkaufen bedeutet auch, die dort bestehenden Mietverhältnisse bis zum 30. Juni 2018 zu kündigen. Der Wert des Grundstücks samt Gebäude wurde im Rahmen der Vermögensbewertung der Stadt Bexbach mit rund 274 000 Euro veranschlagt.