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Autobahnanschluss: Funk und Henn für Versachlichung

Homburg/Bexbach. Zu einer Versachlichung der Diskussion um die mögliche Erweiterung des Anschlusses an die Autobahn 6 bei Kleinottweiler und dem Bau eines Pendlerparkplatzes haben die Bundestagsabgeordneten Heidrun Henn (SPD ) und Alexander Funk (CDU ) aus Bexbach aufgefordert. bea

Funk ist Direktkandidat des Bundestagswahlkreises 299, der auch Homburg und Bexbach umfasst. Außerdem gehört er dem Verkehrsausschuss des deutschen Bundestages an. In einer gemeinsamen Erklärung unterstrichen die beiden Parlamentarier, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger bei allen Planungen ebenso Berücksichtigung finden müssten, wie die der Verkehrsteilnehmer insgesamt. Dabei sei es völlig klar, dass es zu keiner einseitigen Belastung kommen dürfe.

Ebenso klar weisen die beiden Abgeordneten aber die Maximalforderung nach Planungsstopp entschieden zurück: "Wir stehen zu dem geplanten Ausbau des Autobahnanschlusses Homburg/Bexbach ebenso wie zu dem neu geplanten Anschluss Reiskirchen." Sowohl Henn wie auch Funk verwiesen darauf, dass es noch keine unumstößlichen Festlegungen hinsichtlich des Gesamtkonzeptes gebe. Sie erwarteten vom saarländischen Verkehrsministerium, dass dort alle kommunalen Einwände sorgfältig geprüft und berücksichtigt würden. Ferner verwiesen sie darauf hin, dass es im Rahmen der gesetzlichen Planfeststellungsverfahren hinreichend Gelegenheiten gebe, Einwände gelten zu machen. Die Sondersitzung des Bexbacher Stadtrates zu dieser Thematik habe gezeigt, dass beide Seiten - Befürworter wie Gegner des geplanten Ausbaus des Autobahnanschlusses - gute Gründe für ihre jeweilige Haltung vorbringen könnten. Nun gehe es nicht darum, Maximalforderungen durchzusetzen, sondern in demokratischer Weise zu Lösungen zu kommen, die allen berechtigten Belangen so weit wie möglich gerecht würden, heißt es weiter.