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Cityfest Bexbach
Alles, was ein Stadtfest eben ausmacht

Neben Live-Musik auf zwei Bühnen und viel Leckerem für Gaumen und Kehle bot das Bexbacher Cityfest am vergangenen Wochenende auch wieder einen großen Vergnügungspark im hinteren Bereich des Aloys-Nesseler-Platzes.
Neben Live-Musik auf zwei Bühnen und viel Leckerem für Gaumen und Kehle bot das Bexbacher Cityfest am vergangenen Wochenende auch wieder einen großen Vergnügungspark im hinteren Bereich des Aloys-Nesseler-Platzes. FOTO: Thorsten Wolf
Bexbach. Viel Musik, jede Menge Fahrgeschäfte und Kulinarisches ohne Ende: Das Bexbacher Cityfest war einmal mehr Publikumsmagnet. Von Thorsten Wolf

Jede Menge Musik auf zwei Bühnen? Klar! Jede Menge zum Essen und zum Trinken? Natürlich auch! Eine echte Festmeile? Logisch! Ohne Zweifel, das Bexbacher Cityfest bot am vergangenen Wochenende von Freitag bis Samstag wieder all das, was ein gelungenes Stadtfest eben so ganz klassisch ausmacht.


Doch am Höcherberg gelingt zudem etwas, was sich andernorts mitunter als eher schwierig in der Umsetzung gestaltet: Ein funktionierender und vor allem auch von den Besuchern nachgefragter Vergnügungspark mit vielen und auch großen Fahrgeschäften. Damit bot das Fest, veranstaltet vom Kultur- und Verkehrsverein Bexbach und ausgerichtet von Festwirt Thorsten Bruch, auch in diesem Jahr einen gelungenen Dreiklang: Wer wollte, der konnte an den beiden Bühnen insgesamt neun Bands zuhören, im Bereich der Gastronomie gab es internationale Küche und eben im Vergnügungspark gerade für Familien und jüngere Festbesucher jede Menge Abwechslung.

Bemerkenswert dabei, und das stellte Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis gestern im Gespräch mit unserer Zeitung fest, sei vor allem die Leistung all derer, die das Fest möglich gemacht hätten – angesichts des immer noch andauernden Umbaus der Bexbacher Innenstadt und den damit natürlich verbundenen, logistischen Herausforderungen.



Was am Wochenende noch lohnte? Ein Blick hinter die Kulissen der Großveranstaltung, in den Kreis der zahlreichen Helfer, die ein solche Fest überhaupt erst möglich machen. Eine recht außergewöhnliche Besonderheit bot da das Team der Malteser, die am vergangenen Wochenende für die rettungsdienstliche Versorgung beim Stadtfest verantwortlich zeichneten. Die hatten sich am Ende der Bahnhofstraße und knapp außerhalb des Festbereiches in Richtung Real-Kreisel mit einem ziemlich neuen Gefährt niedergelassen: einem Wagen, der auf den ersten und zweiten Blick aussah wie ein weiterer Stand für Essen und Trinken.

Und tatsächlich hatte der moderne Anhänger genau diese Aufgabe – allerdings nicht für die Besucher des Stadtfestes, sondern für das zehnköpfige Team der Malteser. Jan Huber, der Homburger Stadt- und zusätzlich auch Kreisbeauftragte des Hilfsdienstes: „Die Idee zu diesem Anhänger resultiert aus dem Umstand, dass wir zunehmend Feuerwehren bei ihren Großeinsätzen betreuen und dort die Helfer verpflegen. Bislang haben wir bei uns auf der Dienststelle gekocht, sind dann rausgefahren zum Einsatzort. Das hat Zeit gekostet.“ Mit dem neuen Anhänger sei dies nun Geschichte, so Huber, man sei nun mobil und unabhängig, wetterfest, könne vor Ort kochen. „Das ist einfach effizienter!“ Zudem sei es nun besser möglich, die Selbstversorgung bei Einsätzen wie dem auf dem Cityfest am vergangenen Wochenende zu organisieren. Es gab also jede Menge zu sehen beim 33. Bexbacher Cityfest, sowohl auf dem Festgelände selbst als auch „nebendran“.

Erzählt man nun die eigentlich durchweg positive Geschichte des vergangenen Wochenendes am Höcherberg, dann gehören leider auch ein paar eher traurige Kapitel mit dazu, denn: Die Polizei musste mehrfach einschreiten, es gab über die drei Tage hinweg zahlreiche Einsätze, so wegen Körperverletzungen, Schlägereien und Streitereien. Die Homburger und Bexbacher Beamten wurden dabei auch durch die Neunkircher Polizei bei ihren Einsätzen unterstützt.

Bexbachs Verwaltungschef Thomas Leis machte gestern deutlich, dass man seitens der Stadt alles Mögliche getan habe, um das Cityfest sicher zu machen. Für den Bürgermeister auch klar: Solche Gewalt sei kein Problem, das Bexbach alleine betreffe. „Das sieht man bei jeden Fußballspiel: Es gibt immer wieder die 0,1 Prozent Deppen und Spinner, die nur kommen, um Krawall zu machen.“

Gefragt, ob man denn in Zukunft mehr tun können, sagte Leis: „Unsere Präsenz mit den Sicherheitskräften war gefühlt 120 Prozent. Die Homburger Polizei hat alles gemacht, was geht, selbst die Bundespolizei war im Rahmen ihrer Zuständigkeit beim Cityfest aktiv. Und wir als Stadt haben alles aufgeboten, was es gibt.“