| 20:07 Uhr

40 000 Besucher im Blumengarten

Als Michael Schumacher sorgte Frank Saasen dafür, dass Formel 1-Neulinge wie Marlies Buddeit sicher über den Kurs von Monza kamen. Foto: Thorsten Wolf
Als Michael Schumacher sorgte Frank Saasen dafür, dass Formel 1-Neulinge wie Marlies Buddeit sicher über den Kurs von Monza kamen. Foto: Thorsten Wolf
Bexbach. Bevor gestern am späten Nachmittag die Bexbacher Camping für dieses Jahr ihre Pforten schloss, legten sich das Wetter und die Aussteller noch einmal richtig ins Zeug. Und das Engagement wurde honoriert: Schon kurz nach Öffnung am gestrigen Sonntag füllte sich das Gelände am Blumengarten stetig mit Besuchern, wurden die Anbieter ein ums andere Mal in Kundengespräche verwickelt Von Thorsten Wolf und Ralph Schäfer (SZ)

Bexbach. Bevor gestern am späten Nachmittag die Bexbacher Camping für dieses Jahr ihre Pforten schloss, legten sich das Wetter und die Aussteller noch einmal richtig ins Zeug. Und das Engagement wurde honoriert: Schon kurz nach Öffnung am gestrigen Sonntag füllte sich das Gelände am Blumengarten stetig mit Besuchern, wurden die Anbieter ein ums andere Mal in Kundengespräche verwickelt. Und auch wer die Camping nur als Ausflugsziel ohne echtes Kaufinteresse ins Visier genommen hatte, wurde nicht enttäuscht: Mit dem Parcours der Mini Truck Freunde Saar, dem historischen Biergarten und einigem mehr kamen alle auf ihre Kosten. Auch die Messeleitung selbst hatte am letzten Tag noch etwas Besonderes zu bieten: Im großen Ausstellerzeit hielt ein bisschen Formel 1 Einzug, ein Double des siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher samt Fahrsimulator sollte dort junge und alte Rennsportbegeisterte zu einer virtuellen Tour über die legendäre Strecke von Monza verführen. Der Plan schien aufzugehen, schon gegen Mittag konnte "Michael Schumacher", nahezu perfekt gespielt von Frank Saasen, zahlreiche Gäste auf die Strecke schicken. Seit 14 Jahren mimt Saasen die deutsche Rennsport-Legende - mit sichtlichem Spaß und augenscheinlich auch mit Erfolg. "Ich habe rund 90 ganz unterschiedliche Aufträge im Jahr, bin oft bei Formel-1-Rennen mit dabei und werde von Sponsoren gebucht. Das ist ein richtig toller Job", versicherte der gebürtige Holländer, heute mit Wohnsitz in Deutschland, am Rande der virtuellen Rennstrecke. Eine, die sich schon ganz früh am Tag am Simulator auf den Rundkurs von Monza machte, war Marlies Buddeit. Die zog ein knappes Resümee nach ihrer Formel 1-Premiere. "Das war super." Und mit einem Augenzwinkern ergänzte sie: "Aber ich würde gerne mal auf einer richtige Piste fahren. Da geht das noch viel besser."Gestern Abend zog Messeleiter Jörg Omlor dann nach Toresschluss ein äußerst positives Fazit der 48. Bexbacher Camping-Ausstellung: "Wir sind sehr zufrieden. Die Besucherzahl 40 000 zeigt, dass wir unser Konzept, durch ein deutlich vergrößertes Rahmenprogramm die Messe familienfreundlicher zu machen, umsetzen konnten", so Omlor gestern Abend im Gespräch mit der SZ. Besonders der Zubehör-Bereich sei sehr gut gelaufen. Man werde den eingeschlagenen Weg im kommenden Jahr fortsetzen. "Auf den Erfahrungen dieses Jahres lässt sich's gut aufbauen", sagte ein optimistischer Messeleiter. Schließlich ist man nicht mehr weit entfernt von der stolzen Zahl 50. "Wir versuchen, dann eine besondere Camping auf die Beine zu stellen." Meinung


Neuer Weg hat Zukunft

Von SZ-RedakteurRalph Schäfer Jeder hat in diesem Jahr mitgemacht, dass die 48.Auflage der Bexbacher Camping-Ausstellung ein Erfolg werden konnte. Selbst das Wetter - sonst ist die Großveranstaltung im Blumengarten meist ein zuverlässiger Regen-Magnet - hätte nicht besser sein können. Das ausgeweitete Programm hatte die erhoffte Wirkung und zog eben nicht nur Camping, Reise, Freizeit-Fans in den Blumengarten. Die Macher haben einen neuen Weg riskiert und beschritten. Sie sollten ihn weitergehen, denn er führt direkt in die Zukunft der bald 50-jährigen Ausstellung. Vieles lässt sich sicher noch ausbauen und verbessern im Ausstellungs-Programm, aber der Anfang ist gemacht - und die Besucher haben die Bemühungen honoriert. Man darf gespannt sein aufs nächste Jahr.