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B 423
„Anwohner-Proteste ernst nehmen“

Homburg. Spaniol: Alternativen zur umstrittenen Umgehung B 423 neu ernsthaft prüfen. Von red

Nachdem die Landesregierung am Mittwoch auf Antrag der Linksfraktion im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr über die umstrittene B-423-Umgehung berichtet hat, sieht sich die Homburger Abgeordnete Barbara Spaniol in ihren Zweifeln bestätigt: „Die Regierung musste heute einräumen, dass es noch nie eine solche Flut von Einwänden gegen ein Projekt gegeben hat, wie bei dieser Umgehung, nämlich 734. Die Verantwortlichen müssen die Kritik der Betroffenen ernst nehmen, die auf erhebliche Fehler in diesem Projekt hinweisen“, so Spaniol in einer Pressemitteilung. Die Bürgerinitiative kritisiere zu Recht, dass die Bürger in Schwarzen-
acker und Schwarzenbach durch den Bau wohl nicht entlastet würden, sondern im Gegenteil mehr Verkehr erwarten dürften, und sie sehe die Umgehung viel mehr als Zubringer zum DSD-Industrie-Gelände in der Homburger Innenstadt. Die Initiative habe auch darauf aufmerksam gemacht, dass der in der Planung vorgesehene Hochwasserschutz viel zu gering sei und dem Hochwasser der Blies letzte Woche beispielsweise nicht standgehalten hätte. „Hier soll Natur für ein Projekt zerstört werden, dessen Wirtschaftlichkeit höchst zweifelhaft ist, weshalb es nun auch der Bundesrechnungshof prüft“, so die Politikerin.



Die Regierung habe jetzt bestätigen müsse, dass eine solche Prüfung nur höchst selten vorkomme. Es gibt laut Spaniol viele gute Gründe, die Umgehung nicht anzugehen. Es gebe sinnvolle Alternativen, die besser für Natur und Umwelt, Anwohner und für die öffentliche Hand seien, etwa, den Lkw-Verkehr direkt auf die Autobahn zu lenken und auf der alten B 423 ein Nachtfahrverbot für Lkw einzuführen. „Diese Alternativen sollten ernsthaft geprüft werden, statt weiter auf die hoch umstrittene Umgehungsstraße zu setzen.“