Homburg wird vom Splitt befreit

Homburg wird vom Splitt befreit

Homburg/Bexbach/Kirkel. Der Streusalz-Mangel der vergangenen Wochen und Monate kommt die Stadt Homburg teuer zu stehen. Mit großem Aufwand müssen die Straßen vom Streusplitt befreit werden. "Das kann noch zwei bis drei Wochen dauern", sagt Stadtsprecher Jürgen Kruthoff. Die Stadt habe extra noch ein viertes Kehrfahrzeug angemietet

Homburg/Bexbach/Kirkel. Der Streusalz-Mangel der vergangenen Wochen und Monate kommt die Stadt Homburg teuer zu stehen. Mit großem Aufwand müssen die Straßen vom Streusplitt befreit werden. "Das kann noch zwei bis drei Wochen dauern", sagt Stadtsprecher Jürgen Kruthoff. Die Stadt habe extra noch ein viertes Kehrfahrzeug angemietet.Knapp 1000 Tonnen Splitt hat der Baubetriebshof in diesem Winter bislang gestreut, um die Straßenglätte zu bekämpfen. Das war nötig geworden, weil der Stadt wegen der langen Frostperiode das Streusalz ausgegangen war. "Wir waren ja froh, dass wir wenigstens noch Streusplitt hatten", sagt Kruthoff. An diesem Wochenende droht noch einmal ein Wintereinbruch. Doch neuer Splitt wird nicht gestreut werden müssen. Inzwischen hat der Baubetriebshof eine neue Salzlieferung erhalten.

Trotzdem muss das Streusplitt aus der vergangenen Frostperiode mühsam wieder eingesammelt werden. "Der Aufwand ist enorm", sagt Baubetriebshofleiter Thomas Quirin. Auch auf den Fuß- und Radwegen in Homburg liegt noch viel Splitt. Quirin erinnert daran, dass Anwohner nach der Straßenreinigungssatzung der Stadt Homburg auch in diesem Fall dazu verpflichtet sind, den Gehweg vor ihrem Haus freizuräumen. Größere Mengen Splitt können beim Baubetriebshof, Am Hochrech, zu den üblichen Öffnungszeiten abgegeben werden. Laut Kruthoff wird der von den Straßen entfernte Splitt zum Teil entsorgt, zum Teil aber auch weiterverwendet. Nämlich dort, wo er keine Belastung für die Umwelt darstellt.

Nicht nur wegen der aufwendigen Entsorgung bedeutet der Salz-Engpass der vergangenen Wochen einige Mehrkosten für die Stadt: Der Material- und Arbeitsaufwand sei insgesamt höher, sagt Quirin. Bei Straßenglätte setzen die Streudienste etwa 15 Gramm Streusalz pro Quadratmeter ein. Für die gleiche Fläche brauche man etwa 120 bis 150 Gram Splitt, so Quirin. "Die Wirkung ist einfach nicht so groß." So sei der Einsatz von Streusplitt um "ein mehrfaches teurer. Genaue Zahlen kann Quirin noch nicht nennen. Er bestätigt allerdings, dass dieser Winter die Stadt schon jetzt deutlich mehr kostet als der vergangene.

Das geht auch anderen Kommunen so, die nur wenig oder gar keinen Streusplitt eingesetzt haben. Die Stadt Bexbach hat der Winter schon jetzt 250 000 Euro gekostet, im Vorjahr waren es 180 000 Euro. Nach Auskunft des städtischen Beigeordneten Wolfgang Imbsweiler sind in diesem harten Winter bislang 3 200 Personal- und Maschinenstunden angefallen. Rund 630 Tonnen Salz wurden bislang gestreut. Dem wurde am Ende nur ein kleiner Anteil Splitt beigemischt, als das Streusalz knapp wurde. Deshalb liegt in Bexbach längst nicht so viel Splitt auf den Straßen wie in Homburg: "Trotzdem werden wir in der nächsten Woche einmal mit Kehrmaschinen durch die Stadt fahren", kündigte Baubetriebshofleiter Jörg Dilfer an.

In Kirkel hat man keine Probleme mit übrig gebliebenem Splitt aus der vergangenen Frostperiode. Die Streudienste haben dort nur Salz gestreut. Baubetriebshofleiter Engelbert Krause schätzt, dass der Salzverbrauch in Kirkel ein Drittel höher war als im Vorjahr.

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