1. Saarland

Holt Euch den Titel!

Holt Euch den Titel!

Heusweiler. Eigentlich ist ein Heimsieg im Kegeln nicht mehr als Alltag. In wohl kaum einer Sportart zählt der eigene Platz oder die eigene Bahn so viel wie hier. Selbst die stärksten Mannschaften kommen nur selten über einen oder zwei Auswärtssiege hinaus

Heusweiler. Eigentlich ist ein Heimsieg im Kegeln nicht mehr als Alltag. In wohl kaum einer Sportart zählt der eigene Platz oder die eigene Bahn so viel wie hier. Selbst die stärksten Mannschaften kommen nur selten über einen oder zwei Auswärtssiege hinaus. Insofern dürfte der Titel in der Kegel-Bundesliga für die Frauen des KSC Dilsburg an diesem Samstag (12 Uhr, Landsweiler Hof, Landsweiler/Lebach) nur Formsache sein.

Wenn sie nicht selbst das beste Beispiel wären, dass Auswärtsniederlagen doch nicht programmiert sind. Gleich drei Mal hatte Dilsburg während der Saison mit 3:0 gewonnen. Und sich damit souverän als Tabellenerster für die Meisterrunde qualifiziert. Aus dem Außenseiter war ein Titelkandidat geworden, der am Wochenende die Sensation auf heimischer Bahn perfekt machen kann.

Platz zwei dürfte Dilsburg wohl kaum noch zu nehmen sein, und auch Platz eins ist nach den Ergebnissen vom vergangenen Wochenende realistisch. Zwei zweite Plätze in Trier und in Polch haben Dilsburg auf Titelkurs gebracht.

"Wir haben wieder eine Chance. Eine gute sogar", sagt Susanne Bäsel. Ein Punkt mehr als der momentane Erste Maifeld-Polch bei mindestens gleichen Einzelwertungspunkten würde reichen. So wie beim 2:1-Heimsieg gegen Polch am achten Spieltag. Doch noch will sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen. "Wir haben alles erreicht, was wir uns vorher hätten vorstellen können. Auch ein zweiter Platz wäre in Ordnung", sagt Sportwartin Birgit Stauner-Bayer. Nur kein zu großer Druck und ja keine Favoriten-Stellung. Zu wohl hat sich der KSC Dilsburg in der Rolle des Außenseiters gefühlt, und das soll auch so bleiben. "Wir sind locker drauf und haben im Training eigentlich nicht über den Titel gesprochen", betont Stauner-Bayer.

Viel mehr rücken die Dilsburger auch jetzt noch gerne die kleinen Geschichten neben der Bahn in den Vordergrund. Wie die von Diana Dausig, die eigentlich kaum noch Spielpraxis hatte und dann in der Meisterrunde plötzlich half, die Chancen auf den Titel zu wahren.

"Sie war für Notfälle gedacht und hat überragend gespielt", lobt Stauner-Bayer. Aber ganz können auch solche Geschichten nicht darüber hinweg täuschen, dass der KSC Dilsburg kurz vor dem größten Triumph der Vereins-Geschichte steht. "Wir wollen unsere Chance nutzen", sagt Bäsel. Und da klingt dann auch endlich das neue Selbstbewusstsein mit. Das eines Favoriten auf die deutsche Meisterschaft.