Höchste Punktzahl für Luca-Tim und seine Harlekinwachtel

Höchste Punktzahl für Luca-Tim und seine Harlekinwachtel

Großer Erfolg für den zwölfjährigen Luca-Tim Müller: Bei den Vereinsmeisterschaften des Rassegflügelzuchtvereins Altstadt in der Hugo-Strobel-Halle holte er sich mit seinen kleinen Harlekinwachteln den Sieg.

Am Ende waren die Kleinsten die Größten: Nicht allein, dass der zwölfjährige Luca-Tim Müller im Rahmen der Geflügelschau in Altstadt bei den Vereinsmeisterschaften die Nase vorn hatte, er gewann den Titel auch mit den kleinsten Tieren, die zur Auswahl standen. Seine winzige Harlekinwachtel gefiel den Preisrichtern jedenfalls so gut, dass sie ihr die Höchstpunktzahl gaben und ihren Züchter ganz nach oben aufs Siegertreppchen hievten.

Die vom Altstadter Geflügelzuchtverein in der Hugo-Strobel-Halle veranstaltete Ausstellung diente aber nicht nur dazu, die Titelträger dieses Jahres aus den eigenen Reihen zu ermitteln, gleichzeitig wurde dabei auch die Kreismeisterschaft ausgetragen. 49 Aussteller aus den regionalen Vereinen schickten ihre gefiederten Tiere ins Rennen und ließen den Mehrzweckbau auf der Altstadter Heide zum Mekka der Geflügelfreunde aus nah und fern werden. 487 Stück Federvieh aus den Sparten Zier- und Wildgeflügel, Hühner, Tauben und Wassergeflügel gaben sich so über zwei Tage hinweg ein Stelldichein. Jedes Exemplar wurde von den Juroren daraufhin unter die Lupe genommen, ob denn die typischen Rassemerkmale auch ausgeprägt und gut zu erkennen waren. Das Federvieh saß herausgeputzt in Einzelkäfigen, die von den Helfern der Gastgeber mit goldgelben Maiskolben ansprechend dekoriert worden waren.

Da gab es stolze Hühner und Hähne der goldbraunen New Hampshire-Rasse, die stoisch die vielen auf sie gerichteten Blicke hinnahmen, da gab es Brahmanen, die mit ihren stark befiederten Zehen und ihrem dreireihigen Erbsenkamm imponierten. Die deutschen Langschan stachen nicht nur durch die ihr glänzendes, tiefschwarzes Gefieder ins Auge, sondern auch durch ihre elegante Körperhaltung: "Hinten höher, vorne tiefer", skizzierte denn ein Mann vom Fach in aller Kürze die besonderen Merkmale diese auffälligen Rasse. "Ansprechend allseitig gerundete, fast kugelige Form mit prima Stand und Körperhaltung, eine Idee runder erwünscht - Pflegezustand und Vitalität überzeugen" war den beiden in der Schau vertretenen Rebhühnern ins Stammbuch geschrieben worden. Dass diese Art früher in Feld und Flur "wild" heimisch und häufig zu sehen war, inzwischen aber längst selten geworden ist, daran erinnerten sich viele der Besucher in der Hugo-Strobel-Halle.

Dietmar Purper, der Vorsitzende des saarpfälzischen Kreisverbandes, freute sich über die gute Resonanz der Schau, die in nunmehr 38. Auflage stattfand. Die hohe Anzahl sowohl der Aussteller als auch der ausgestellten Tiere belege den Aufwärtstrend, den die Geflügelzucht im Saarpfalz-Kreis zu verzeichnen habe. Petra Müller, die Vorsitzende des gastgebenden Vereins, sorgte mit ihrem eifrigen Helferstab nicht nur für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, sondern stellte zudem die Bedeutung der Geflügelzucht auch für die Erhaltung alter Haustierrassen heraus. Landrat Clemens Lindemann, Kirkels Bürgermeister Frank John, Altstadts Ortsvorsteher Peter Voigt, der stellvertretende Landesvorsitzende Volker Rauber und Landesjugendobmann Archibald Mohr sprachen weitere Grußworte.

Bei den Kreismeisterschaften, bei denen die besten 20 Tiere eines jeden Vereins in die Wertung kamen, gewann der GZV Altstadt den Titel. Vizemeister wurde der RGZV Rohrbach vor dem RGZV Erbach. Bei der Vereinsmeisterschaft platzierten sich hinter Luca-Tim Müller Albert Neurohr auf Platz zwei und Annerose Ruffing auf Rang drei.