Nach Flutkatastrophe Hat das saarländische Gesundheitsministerium zu spät vor Keimen im Hochwasser gewarnt?

Saarbrücken · Sechs Tage nach der Flut wies das Saar-Gesundheitsministerium auf eine erhöhte Infektionsgefahr hin. Zu spät, sagt ein Experte.

In der Lebacher Innenstadt, aber auch in vielen anderen Teilen des Saarlandes hinterließ die Flut massenweise Schlamm und Pfützen. Diese können eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

In der Lebacher Innenstadt, aber auch in vielen anderen Teilen des Saarlandes hinterließ die Flut massenweise Schlamm und Pfützen. Diese können eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Foto: Tom Peterson

Am Freitag, 17. Mai, wurden große Teile des Saarlandes überflutet. Die Pegelstände sanken vielerorts ab Pfingstmontag. Und erst am Donnerstag, 23. Mai, wies das saarländische Ministerium für Arbeit, Frauen, Soziales und Gesundheit auf die erhöhte Infektionsgefahr in Überschwemmungsgebieten hin. Es sei demnach „wichtig zu beachten, dass Hochwasser zahlreiche Infektionsrisiken bergen kann. Hygienische Probleme ergeben sich vor allem nach dem Ende von Überschwemmungen, wenn bei Aufräumarbeiten in Häusern, Kellern und Gärten intensiver Kontakt zu möglicherweise mit Fäkalien kontaminierten Wasser erfolgt“. Das Ministerium riet den Bürgern daher unter anderem, bei Aufräumarbeiten Gummistiefel, wasserdichte Handschuhe und wasserabweisende Kleidung zu tragen und besonders auf Hygiene zu achten.