Saarbrücker Forscher erklären Epigenetik Vererben wir Traumata an unsere Kinder weiter?

Saarbrücken · Können wir uns bald verjüngen, in dem die für Alterungsprozesse in uns zuständigen Gen-Schalter umgekehrt gesetzt werden? Werden Traumata weitervererbt? Am Saarbrücker Lehrstuhl für Epigenetik werden solche und ähnliche Fragen untersucht. Wie sehen die Antworten aus?

 „Wir sind nicht Opfer unserer Genetik, das ist die positive Nachricht“: Julia Schulze-Hentrich, seit Januar 2023 Professorin für Epigenetik am Saarbrücker Zentrum für Human- und Molekularbiologie der Universität des Saarlandes, im Labor mit einer Mitarbeiterin der epigenetischen Arbeitsgruppe.

„Wir sind nicht Opfer unserer Genetik, das ist die positive Nachricht“: Julia Schulze-Hentrich, seit Januar 2023 Professorin für Epigenetik am Saarbrücker Zentrum für Human- und Molekularbiologie der Universität des Saarlandes, im Labor mit einer Mitarbeiterin der epigenetischen Arbeitsgruppe.

Foto: Iris Maria Maurer

Als im Februar 2001 das menschliche Genom nach jahrelanger Vorarbeit als entschlüsselt galt (tatsächlich ist es das in Gänze erst seit Mai 2021), da dachten viele, dass damit bald verstanden sei, wie Krankheiten entstehen. „Das Genom sagt uns jedoch nicht alles, man muss die epigenetische Ebene mitdenken“, sagt die Saarbrücker Epigenetik-Professorin Julia Schulze-Hentrich.