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Vorlesung "Ethics for nerds" ist Hochschulperle des Jahres

Saar-Universität : Ethikvorlesung zur „Hochschulperle des Jahres“ gekürt

Saar-Universität und Technische Uni Kaiserslautern gewinnen den Wettstreit des Stifterverbands um das innovativste Projekt.

Die Vorlesung „Ethics for Nerds“ an der Saar-Uni ist vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur „Hochschulperle des Jahres 2019“ gekürt worden. Mit der Auszeichnung will die Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaft, die Forschung und Lehre in Deutschland fördert, innovative Projekte an den Hochschulen sichtbarer machen. 2019 stand die Auszeichnung unter dem Motto „Future Skills“ (deutsch: Zukunftskompetenzen), die Hochschulen den Studierenden vermitteln sollen.

Aus den zwölf im vergangenen Jahr vom Stifterverband ausgezeichneten Projekten wurde nun in einer deutschlandweiten SMS-Abstimmung das beliebteste gewählt. Professoren, Studierende und Interessierte haben mit ihrer Stimme dafür gesorgt, dass 2000 Euro Preisgeld an das Projekt der Saar-Uni fließen.

 „Ethics for Nerds“ richtet sich an Informatikstudierende der Saar-Uni und soll sie auf ihre späteren beruflichen Aufgaben und die damit einhergehende gesellschaftliche Verantwortung vorbereiten. In der Vorlesung geht es um die ethische Dimension der Technisierung und Digitalisierung, etwa beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Straßenverkehr oder in der Pflege. Informatikprofessor Holger Hermanns hat das Projekt 2015 zusammen mit dem Doktoranden Kevin Baum ins Leben gerufen. Kevin Baum und Sarah Sterz, die beide sowohl Philosophie als auch Informatik studiert haben, halten jedes Sommersemester die Vorlesungen. „Wir freuen uns natürlich sehr über den Titel“, sagt Baum.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Technische Universität Kaiserslautern. Sie überzeugte mit dem App-basierten Spiel „Game of TUK“. Die App soll Studierende spielerisch dazu anregen, durch eine Kombination aus digitalen und analogen Aufgaben ihre Bewegung im Alltag zu erhöhen. Begleitend dazu gibt es auch ein Programm des Unisports.

Wie der Stifterverband mitteilt, lieferten sich die beiden Unis in der SMS-Abstimmung ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die enorme Teilnehmerzahl habe das Zählwerk lahmgelegt, weshalb sich der Verband dazu entschieden hat, beide Projekte auszuzeichnen.