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Tobias Hans schneidet bei Wahl des Wissenschaftsminister des Jahres schlecht ab

Kostenpflichtiger Inhalt: Deutscher Hochschulverband : Schwache Noten für Wissenschaftsminister Hans

Er landet in dem deutschlandweiten Länder-Ranking des Hochschulverbands nur auf dem zwölften Platz.

Die Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) haben in ihrer jährlichen Online-Umfrage den Wissenschaftsminister des Jahres gewählt. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU), der auch das Wissenschaftsressort leitet, konnte im bundesweiten Vergleich nur Platz zwölf (von 16) belegen. Ein Fünftel derer, die für ihn votierten, gaben an, dass er eine sehr gute oder gar die ideale Besetzung für den Posten ist. Gewonnen hat Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen) aus Hamburg. Ihr wurde von 57 Prozent der Teilnehmer bescheinigt eine sehr gute oder die ideale Besetzung zu sein. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) landete auf dem vorletzten Platz vor Konrad Wolf aus Rheinland Pfalz. Der war bereits im vergangenen Jahr das Schlusslicht im Ranking.

An der Wahl des Wissenschaftsminister des Jahres beteiligten sich rund 3500 Mitglieder des DHV, mit nur 58 Stimmen stützt sich die Bewertung bei Tobias Hans auf eine sehr kleine Gruppe. Rund zehn Prozent der Teilnehmer bescheinigen Hans „die denkbar schlechteste Besetzung“ als Wissenschaftsminister zu sein. Fast ein Viertel sagt dies über Anja Karliczek, über deren Amtsführung sämtliche 3500 Teilnehmer abstimmten. In den Kommentaren wurde begründet ihr mangele es auch nach längerer Einarbeitung noch an Erfahrung im Wissenschaftsbetrieb.

Neben dem Wissenschaftsminister des Jahres wurde auch der Rektor des Jahres gekürt. Saar-Uni-Präsident Manfred Schmitt landete auf einem guten Platz zwölf von 57 Amtsinhabern. 37,5 Prozent der 80 Teilnehmer, die ihn bewerteten, halten ihn für die ideale Besetzung. 32,5 Prozent bescheinigen ihm, seinen Job sehr gut auszuüben. Nur rund elf Prozent halten ihn für eine schlechte oder sehr schlechte Besetzung. Gewonnen hat das Ranking der Hochschulrektoren Professor Michael Hoch von der Universität Bonn, den 69 Prozent der Teilnehmer für die ideale Besetzung halten.