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Tausende Studierende haben Überbrückungshilfe beantragt

Corona : Tausende Studierende haben Überbrückungshilfe beantragt

Seit dem 16. Juni können Studierende, die durch Corona in finanzielle Not geraten sind, einen Antrag auf Überbrückungshilfe bis zu 500 Euro vom Bundesbildungsministerium stellen.

Nach Angaben des Deutschen Studentenwerks haben das bis Donnerstag vergangener Woche rund 58 000 Studierende bundesweit getan.

 Beim Studentenwerk im Saarland gingen bis Freitag 1763 Anträge ein, sagt Sprecherin Heike Savelkouls-Diener. Davon sei aber nur ein knappes Drittel mit allen erforderlichen Unterlagen eingegangen und könne bearbeitet werden. Die Hilfe werde erstmals am 29. Juni ausgezahlt.

Würden alle Anträge in Deutschland bewilligt, käme bereits jetzt eine Summe von 24,5 Millionen Euro zusammen. Für die Monate Juni, Juli und August stehen vom Bund insgesamt 100 Millionen Euro bereit. Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, sagt, er gehe davon aus, dass die Zahl der Anträge für Juli und August etwas niedriger ausfallen könnte, da Studierende nachdem die Wirtschaft wieder angelaufen sei, unter Umständen auch wieder Nebenjobs für die Sommermonate finden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert indes, den Hilfsfonds zu verzehnfachen. Auch Linke und Grüne warnten davor, dass das Geld nicht ausreichen könnte. Achim Meyer auf der Heyde betont, man könne derzeit nicht sagen, ob der zur Verfügung stehende Betrag zu gering oder zu hoch sei, da es keine eindeutigen Zahlen gebe, wie viele Studierende in einer akuten finanziellen Notlage seien. Er gehe davon aus, dass einige inzwischen wieder Jobs haben oder Unterstützung der Eltern erhalten. „Und einige sind wohl zu ihren Eltern zurückgezogen, um Miete einzusparen“, so Meyer auf der Heyde.