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Tag der offenen Tür der Saar-Uni findet erstmals virtuell statt

Saar-Uni : Tag der offenen Tür erstmals virtuell

In diesem Jahr stellen die Professoren der Saar-Uni das Studienangebot in Video-Vorträgen und via Live-Chats vor.

Da wegen der Corona-Pandemie Großveranstaltungen derzeit untersagt sind, hat die Saar-Universität ihren Tag der offenen Tür in die virtuelle Welt verlegt. Laborführungen und Gespräche mit Wissenschaftlern werden in diesem Jahr nur übers Internet organisiert. Auch Vorträge gibt es nur online. Am Samstag, 27. Juni, präsentiert die Hochschule zwischen
10 Uhr und 15 Uhr auf ihrer Webseite ihr Studienangebot und einige Forschungsthemen.

Bereits die Studieninfotage hätten unter der Pandemie gelitten, sagt Pressesprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf. Der Schwerpunkt dieses besonderen Tages der offenen Tür liege auf der Studienberatung und den Service-Angeboten rund um die Studienwahl. So beantworten an diesem Tag Dozenten auf unterschiedliche Art und Weise die Fragen von Interessierten. Die können zum Beispiel in Chatrooms mit den Wissenschaftlern über die Anforderungen und Inhalte der verschiedenen Fächer sprechen. Individuelle Beratungen sind sowohl in Chats und Videos als auch ganz klassisch per Telefon möglich, erklärt die Sprecherin. Die Zentrale Studienberatung ist über verschiedene Kanäle ansprechbar.

Neben dem Studienberatungs-Schwerpunkt gibt es am virtuellen Tag der offenen Tür auch Online-Angebote von Dozenten, die sonst auf dem Campus Vorträge halten und Abiturienten über ihre Fächer informieren. Dabei darf natürlich auch das aktuelle Thema Corona nicht fehlen. So geht ein Vortrag der Frage „Was können wir aus Modellen zur Ausbreitung von Covid-19 lernen – und was nicht?“ nach. Und auch ein Online-Kurs zur Simulation von Pandemien steht zur Auswahl. Alle Vorträge und Videos sollen nach dem Tag der offenen Tür auf dem YouTube-Kanal der Saar-Uni weiterhin zur Verfügung stehen, ergänzt die Sprecherin.

Auch Touren durch die Labore und über das Gelände der Saar-Uni erfreuen sich normalerweise beim Tag der offenen Tür großer Beliebtheit. Deshalb wird es diese Angebote auch in Corona-Zeiten geben. „Um Studien-Interessierten, die noch nie auf dem Campus waren, ein Gefühl zu vermitteln, wie es hier aussieht, bieten wir virtuelle Campus-Führungen an“, sagt Meyer zu Tittingdorf.

Theresa Kürth vom Präsidialbüro ist mit der Organisation des virtuellen Tages der offenen Tür betraut. Trotz der Corona-Beschränkungen hätten sich die rund zehn vorproduzierten Clips mit der Unterstützung eines erfahrenen Video-Journalisten gut realisieren lassen. Die größte Herausforderung sei gewesen, „alles gut verständlich und komprimiert rüberzubringen“, blickt Kürth zurück. Denn im Gegensatz zu einem vier- bis fünf-minütigen Video dauere eine „reale“ Campus-Führung rund eine Stunde. Für die Tour hat sie zum ersten Mal auch selbst vor der Kamera gestanden: „Eine neue, ungewohnte Erfahrung“, sagt sie und ergänzt: „Ich fühle mit allen Dozenten, die sich umstellen müssen.“

Denn die Lehrstühle produzieren ihre Videos selbst. So geben zwei Videos exemplarisch Einblicke in die Forschungslabore. Unter anderem erklären Materialwissenschaftler, wie man mit Atomsonden-Tomographie in das Innere von Werkstoffen schauen kann. Zudem erläutern die Forscher eine Lasertechnik, mit der Material-Oberflächen erzeugt werden können, die sonst nur in der Natur vorkommen.

Auch Professor Christoph Wittmann steuert mit seinem Institut für Systembiotechnologie einen Beitrag zum Programm bei: Sein Labor beschäftigt sich mit Forschungsprojekten, die dazu beitragen, dass natürliche Ressourcen geschont werden. Aus Holzabfällen entsteht dort Nylon, das zum Beispiel für Verbundwerkstoffe im Auto genutzt werden kann. Außerdem werden Omega-3-Fettsäuren mit Hilfe von Hefen im Bio-Reaktor hergestellt.

 In anderen, eigens für den Tag der offenen Tür erstellten Videos, kommen Studierende und Uni-Beschäftigte zu Wort. Diese informieren unter anderem über die internationalen Studiengänge und berufspraktische Kurse in den Geisteswissenschaften. Zudem berichten sie von Auslandserfahrungen im Studium und geben Tipps für die Suche nach einer Studentenbude.

Die Videos und Vorträge sollen auch nach dem Tag der offenen Tür online bleiben und um weitere Clips ergänzt werden. „Ich finde es sinnvoll, dass es dieses Angebot gibt“, ergänzt Kürth. Die Mitarbeiterin kommt ursprünglich aus Bayern und sagt, sie habe wie viele andere Interessierte vor ihrem Studium nicht die Möglichkeit gehabt, den Campus und die Angebote der Saar-Uni vor Ort kennenzulernen.