Studierende sollten Kosten für Studienplatzklage bei der Steuer angeben

Steuerrecht : Kosten einer Studienplatzklage könnten Einkommensteuer mindern

Wer die Absage für einen Studienplatz erhält und klagt, kann Ausgaben dafür unter Umständen steuerlich geltend machen. Beim Bundesverfassungsgericht sind dazu derzeit Klagen anhängig.

„Der Studienwillige sollte selbst die Ausgaben in seiner Einkommensteuererklärung angeben“, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Eltern können die Kosten dagegen nicht als außergewöhnliche Belastung in ihrer Einkommensteuererklärung absetzen, wie das Finanzgericht Münster entschied (Az.: 2 K 3783/18 E).

Wenn allerdings das Kind die Prozesskosten getragen habe, könne der Fall anders aussehen. Dann könnte es sich um vorweggenommene Werbungskosten des angehenden Studierenden handeln, so Klocke. Dem Bundesverfassungsgericht liegen mehrere Musterklagen vor, unter anderem unter dem Aktenzeichen 2 BvL 24/14. Entscheidet das Gericht zugunsten der Studenten, lassen sich die Anwalts- und Gerichtskosten für die Studienplatzklage unter Umständen als Werbungskosten absetzen. „Sie sollten die Rechnungen daher unbedingt aufbewahren“, empfiehlt die Steuerexpertin.

(dpa)
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