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SPD wirft Karliczek Wortbruch bei Studenten-Nothilfen vor

Finanzhilfe für Studenten : SPD wirft Bundesbildungsministerin Wortbruch bei Corona-Nothilfen vor

Die SPD wirft Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vor, Studierenden in Not nicht wie versprochen schnell und unbürokratisch zu helfen. Auch Wochen nach der Einigung in der Koalition hätten sie keinen Zugang zu Unterstützung aus dem vereinbarten Corona-Nothilfefonds, sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Oliver Kaczmarek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Das ist bitter, zumal das Geld längst zur Verfügung steht.“ Er habe nicht den Eindruck, dass die Ministerin sich „mit Hochdruck und Engagement“ darum kümmere, endlich Studierenden in finanzieller Not zu helfen.

Zwei Drittel der Studierenden arbeiten nebenher, viele hatten aber ihre Jobs verloren. Ende April hatte Karliczek daher angekündigt, ihnen mit Notkrediten durch die Krise zu helfen. Weiterhin hatte der Bund angekündigt, den Nothilfefonds des Deutschen Studentenwerks mit 100 Millionen Euro aufzustocken. Diese Nothilfe fließt aber noch nicht. Das Bundesbildungsministerium teilte dem Bericht zufolge mit, es arbeite mit den Studentenwerken mit Hochdruck daran, dass alle 57 Organisationen die Überbrückungshilfe im Juni anbieten könnten.

(dpa)