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Semesterbeiträge werden zu finanzieller Herausforderung für Studierende

Corona-Krise : Semesterbeiträge stellen Studierende vor Probleme

An der Saar-Universität und der Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) haben die Bewerbungs- und Rückmeldeverfahren begonnen. Damit werden auch die Semesterbeiträge fällig.

Inklusive Verwaltungsgebühr müssen Studierende an der Saar-Universität 288 Euro berappen, 268 Euro sind es an der HTW. Viel Geld, vor allem für die Studierenden, die in der Corona-Krise Probleme haben, ihre Miete aufzubringen.

„Wir haben schon einige verzweifelte Anfragen deshalb erhalten“, sagt Alexander Schrickel, Asta-Vorsitzender an der Saar-Uni. Deshalb seien die Studierendenvertreter bereits mit der Uni-Leitung im Gespräch, ob es eine dritte Runde der finanziellen Soforthilfe geben könne. Fraglich sei, wie schnell sich das realisieren lasse. Rund 160 000 Euro wurden bislang aus dem Corona-Hilfsfonds der Saar-Universität an die Studierenden gezahlt. Die vorhandenen Mittel seien voll ausgeschöpft worden und die Töpfe derzeit leer, so Schrickel.

Anders an der HTW. Dort könnten noch Anträge auf Erstattung der Semesterbeiträge entgegengenommen werden, sagt Sprecherin Katja Jung. Bislang seien in der Krise rund 35 000 Euro an die Studierenden gezahlt worden.

Elias Friedrich, Vorsitzender des Astas an der HTW, hofft auf Unterstützung des Landes, zumindest, was die Übernahme der Kosten für das Semesterticket angeht. Für Vereine habe die Landesregierung immerhin gerade eine Hilfe von fast zehn Millionen Euro beschlossen. „Es wäre schade, wenn dagegen die saarländischen Studierenden leer ausgehen“, so Friedrich.