Selbstfahrende Busse sollen den Grenzverkehr im Saarland entlasten

Roboterfahrzeuge im Dreiländereck : Selbstfahrende Busse sollen den Grenzverkehr künftig entlasten

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft startet ein Projekt, in dem autonome Fahrzeuge im Öffentlichen Personennahverkehr getestet werden.

Tausende Menschen pendeln täglich zwischen Frankreich, Luxemburg und Deutschland. Das Pilotprojekt „Terminal“ soll jetzt klären, ob autonom fahrende Busse dabei helfen können, das durch den Grenzverkehr bedingte Verkehrsaufkommen zu reduzieren. An dem Projekt beteiligen sich verschiedene Unternehmen, Gemeinden und Universitäten der Region, federführender Partner ist die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW). Der Versuch soll bis Dezember 2021 laufen und wird mit 1,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert.

In einem Feldversuch soll zunächst ein automatisierter, elektrogetriebener Shuttle-Bus zwischen der Gemeinde Creutzwald im französischen Département Moselle und dem Industriegebiet in Überherrn pendeln. Dafür werden laut HTW derzeit technische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Anforderungen der Pendler geprüft.

Gleichzeitig sollen auf einer Strecke zwischen Luxemburg und Thionville von nicht automatisierten Bussen Daten gesammelt werden. Sie dienten der grundsätzlichen Weiterentwicklung der Technologie, so die HTW. Darüber hinaus sollen auf dieser Strecke Mobility-on-Demand-(Mod-)Dienste getestet werden, bei denen Fahrgäste einen Shuttle-Bus etwa per Smartphone-App ordern können. Neben den technischen Aspekten solle auch untersucht werden, wie sich die Technologie auf die Menschen auswirke und wie sich automatisierte Fahrzeuge und Mod-Dienste in den bestehenden Öffentlichen Personennahverkehr integrieren ließen.

Laut HTW ist „Terminal“ das erste Projekt in Europa, das sich mit einem grenzüberschreitenden regelmäßigen Verkehr von automatisierten elektrischen Minibussen auseinandersetzt und diese in einem Feldversuch erprobt.

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