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Saarländische Landesregierung unterstützt in Not geratene Studierende

Notfallfonds : Land unterstützt in Not geratene Studierende

In der Corona-Krise haben viele junge Menschen ihre Nebenjobs verloren und wissen nicht, wie sie ihr Studium weiter finanzieren sollen. Das Land verspricht, sie mit kurzfristigen Überbrückungshilfen zu unterstützen. Studierendenvertreter halten den Landeszuschuss für zu gering.

Die saarländische Landesregierung stockt kurzfristig die Notfonds der saarländischen Hochschulen um 90 000 Euro auf, um in der Corona-Pandemie finanziell in Not geratene Studierende zu unterstützen. Mit weiteren 30 000 Euro soll die Zahl der Stipendien für sozial bedürftige internationale Studierende ab Herbst erhöht werden, teilt die Staatskanzlei mit.

Die Landesmittel sollen auf Saar-Universität, Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Hochschule für Musik (HfM) und Hochschule der bildenden Künste (HBK) entsprechend der Studierendenzahlen aufgeteilt werden. Nach einer Bedürftigkeitsprüfung durch die Hochschulen soll die Hilfe als reiner Zuschuss in Höhe von einmalig maximal 300 Euro fließen, erklärt die Landesregierung. So könnte 300 der derzeit 23 250 Studierenden im Saarland eine Überbrückungshilfe gezahlt werden. „Das ist viel zu wenig“, sagt Moritz Phillip, Vorsitzender des Astas der Saar-Uni. Dass das Land sich beteiligt, sei gut. Die Hilfen seien aber innerhalb kürzester Zeit verbraucht. Eine Lösung auf Bundesebene müsse schnellstmöglich her, so Philipp.

Die saarländischen Asten hatten ursprünglich 300 000 Euro Landeszuschuss für die Aufstockung der Fonds gefordert. Unterstützung erhielten sie in der vergangenen Woche durch einen Vorstoß der CDU-Fraktion im saarländischen Landtag, die sich für die Einrichtung eines studentischen Hilfsfonds ausgesprochen hatte (wir haben berichtet). Rund 400 Anträge auf Nothilfen von Studierenden sind laut Asten bislang an Saar-Universität und HTW eingegangen. Beide Hochschulen wollen die Fonds zusätzlich mit eigenen Mitteln aufstocken.

Neben den kurzfristigen Überbrückungshilfen hat die Landesregierung angekündigt, die bereits bestehende Vergabe von Jahresstipendien an ausländische Studierende zu verdoppeln. Ab Herbst sollen zusätzliche 17 Jahresstipendien in Höhe von monatlich 300 Euro an internationale Studierende vergeben werden, die durch die Pandemie finanziell in Not geraten sind. Die sollen gemeinsam mit den Hochschulen und der Studienstiftung Saar ausgelobt werden. Laut Staatskanzlei werden die saarländischen Hochschulen beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) eine 50-prozentige Mitfinanzierung beantragen.