Tagung Saarbrücker Tagung zu Auswirkungen der Kreuzzüge

Saarbrücken · Wie blicken wir heute auf die Geschichte der über mehrere Jahrhunderte reichenden Kreuzzüge? Eine wissenschaftliche Tagung in Saarbrücker will das Thema aus diversen Perspektiven beleuchten.

 Originalgetreu nachgebildete Rüstungen und Waffen der Kreuzritter, die vor knapp 20 Jahren in der Ausstellung „Kein Krieg ist heilig: ­ Die Kreuzzüge“ im Mainzer Dommuseum zu sehen war – seinerzeit die erste, hierzulande zu sehende Ausstellung über die Kreuzzüge.

Originalgetreu nachgebildete Rüstungen und Waffen der Kreuzritter, die vor knapp 20 Jahren in der Ausstellung „Kein Krieg ist heilig: ­ Die Kreuzzüge“ im Mainzer Dommuseum zu sehen war – seinerzeit die erste, hierzulande zu sehende Ausstellung über die Kreuzzüge.

Foto: epd/Dommuseum Mainz

Die Fachrichtung Geschichte der Universität des Saarlandes geht in einer zweitägigen internationalen Wissenschaftstagung am 8. und 9. September in Saarbrücken den Folgen der Kreuzzüge des Hochmittelalters bis heute nach. Unter dem Titel „Facing the Other – how the crusades changed mentalities and societies“ werden Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen (Byzantinistik, Osmanistik, Slawistik und Geschichte) aus Bulgarien, der Schweiz und Deutschland erwartet.

Wie hat die Begegnung der Kreuzfahrer mit den Einheimischen die Sicht auf die jeweils anderen verändert – und wie veränderte sich die kreuzfahrende Gesellschaft selbst? Wie prägt die „große Zeit“ der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert Europa bis heute? Das will die Tagung erkunden, die Christian Vogel, Dozent für die Geschichte des Mittelalters an der Saarbrücker Uni, organisiert. „In den Vorträgen sollen diese Fragen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden: aus der Sicht slawischer und griechischer Christen, aus der Sicht tartarischer, türkischer und syrischer Muslime“, erklärt der promovierte Historiker und Jurist.

Das Ziel der meisten Kreuzritter, die sich zwischen 1100 bis 1300 auf den Weg in den Nahen Osten machten, war Jerusalem. Die von viel Fanatismus geprägten (und nicht allein aus religiösen Motiven geführten) Kreuzzüge führten zu einer Verfolgung von Ketzern und zogen die Spaltung der West- und Ost-Kirche nach sich.

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