Forschung zur Physik von Blutströmen DFG-Verbundprojekt mit Saarbrücker Beteiligung erhält Millionenförderung

Saarbrücken · Ablagerungen in Blutgefäßen, Thrombosen und ähnliche Leiden, können tödlich enden. Das Strömungsverhalten von pulsierenden Flüssigkeiten spielt bei diesen Erkrankungen eine Rolle. Welche, das untersuchen Physiker, Mediziner und Ingenieurwissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einem gemeinsamen, millionenschweren Verbundforschungsprojekt unter Federführung der Saarbrücker Experimentalphysik.

Christian Wagner, Professor für Experimentalphysik an der UdS, ist Sprecher des DFG-Forschungsverbundes.

Christian Wagner, Professor für Experimentalphysik an der UdS, ist Sprecher des DFG-Forschungsverbundes.

Foto: Oliver Dietze/UdS

Die Art und Weise, wie Blut durch die Gefäße strömt, spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings sind die physikalischen Grundlagen des Blutstroms kaum bekannt. Ein interdisziplinäres Team aus Physik, Ingenieurwissenschaften und Medizin mehrerer Universitäten erforscht die Physik solcher pulsierenden Strömungen. Nach einer ersten Förderperiode seit 2019 wird das Projekt nun für weitere drei Jahre verlängert. Sprecher ist der Experimentalphysiker Professor Christian Wagner von der Universität des Saarlandes.

Es sind Krankheiten, die viele Menschen betreffen und an denen auch viele Menschen sterben: Ablagerungen in den Blutgefäßen, Thrombosen und ähnliche Leiden, bei denen sich Feststoffe im Blutkreislauf ablagern und den Blutfluss behindern, so dass am Ende das Herz-Kreislauf-System zusammenbricht. Die genauen Zusammenhänge des Strömungsverhaltens von pulsierenden Flüssigkeiten untersuchen Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einem gemeinsamen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Verbundforschungsprojekt.

Die Forschungsgruppe FOR 2668 „Instabilitäten, Bifurkationen und Migration in pulsierender Strömung“ wird von der DFG für weitere drei Jahre mit rund 2,3 Millionen Euro gefördert. 850 000 Euro davon erhält die Universität des Saarlandes (Sprecherhochschule).