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Saarbrücken: Mangel an Wohnungen für internationale Studierende

Hilferuf junger Menschen : Studierende suchen händeringend in Saarbrücken nach Wohnungen – was sie jetzt dringend benötigen

Damit junge Menschen aus aller Welt in Saarbrücken unterkommen und studieren können, wird die Hilfe von Privatleuten aus Saarbrücken gebraucht. So können Wohnungsbesitzer helfen.

„Wir hatten schon ausländische Studierende, die auf der Parkbank geschlafen haben, weil sie nicht rechtzeitig ein Zimmer gefunden haben“, berichtet Heike Savelkouls-Diener, beim Studentenwerk im Saarland zuständig für Kommunikation und Internationales. Damit das nicht wieder passiert, hat das Team in Kooperation unter anderem mit dem Welcome Center der Saar-Uni wieder das sogenannte Housing Office ins Leben gerufen. Darin werden internationale Studierende der Universität des Saarlandes und der HTW Saar seit sechs Jahren zu Beginn jedes Wintersemesters bei der Wohnungssuche in Saarbrücken unterstützt.

„Derzeit haben wir 80 Studierende auf der Liste, aber es werden sicher noch mehr, wenn sich Visafragen geklärt haben“, sagt Savelkouls-Diener. Damit die jungen Frauen und Männer aus aller Welt in Saarbrücken unterkommen – und nicht wochenlang in der (auf Dauer teureren) Jugendherberge oder bei Landsleuten beengt unterkommen müssen –, wird die Hilfe von Privatleuten aus Saarbrücken gebraucht. Und zwar dringend. „Es gibt seit Jahren einen Notstand“, sagt Savelkouls-Diener und ergänzt, „unsere Wohnheime sind voll, dort stehen 400 Studierende auf den Wartelisten“.

Gesucht ist nun möblierter und günstiger Wohnraum in der Nähe der Universität des Saarlandes und der HTW. Unter günstig fallen Wohnungen bis maximal 400 Euro für die monatliche Warmmiete. Interessant sind solche uninahen Wohnungen in Malstatt, Alt-Saarbrücken, Gersweiler, Dudweiler und auf dem Eschberg. Um die internationalen Studierenden vor Ort zu unterstützen, vermittelt das Housing Office auch saarländische Studierende als Tutoren, die vorab das Wohnungsangebot sondieren und die Zugereisten dann auf Besichtigungsterminen begleiten. „Dadurch werden auch Vorbehalte abgebaut“, berichtet Savelkouls-Diener.

Aus den entstandenen Wohngemeinschaften seien auch schon schöne Lebensgemeinschaften auf Zeit geworden, sagt Savelkouls-Diener: „Ein 90-Jähriger hat einen Wohnraum über ihm an drei junge Studentinnen vermietet und ist sehr zufrieden, weil wieder Leben im Haus und auch im Notfall für ihn immer jemand da ist.“ Mancher Vermieter sei auch schon darüber froh gewesen, eingeschlafen geglaubte Französischkenntnisse wieder einsetzen zu können.

Weitere Informationen unter www.uni-saarland.de/global/welcome-center/wohnen/housingoffice.html. Vermieter und Studierende können sich melden unter housing@studentenwerk-saarland.de und unter Tel. (06 81) 3 02 28 52.