Auszeichnung für Journalismus Informatik in den Medien – Wofür das Saarland und Forscher Preise verleihen

Saarbrücken · Jährlich vergibt das Saar-Wirtschaftsministerium mit dem Saarbrücker DFKI den mit 16 000 Euro dotierten Informatikpreis Journalismus. Zu den Preisträgern gehört diesmal auch ein Radio-Feature des SR.

Wirtschaftsminister Jürgen Barke und die beiden SR-Preisträger Kerstin Gallmeyer und Uwe Jäger, daneben Laudatorin Dr. Christel Weins (v.l.n.r.)

Wirtschaftsminister Jürgen Barke und die beiden SR-Preisträger Kerstin Gallmeyer und Uwe Jäger, daneben Laudatorin Dr. Christel Weins (v.l.n.r.)

Foto: Manuela Meyer

Das Saar-Wirtschaftsministerium hat mit dem Saarland Informatics Campus den Journalismuspreis Informatik 2022 vergeben. Er soll eine qualitativ hochwertige Berichterstattung über Informatikthemen fördern.

Ausgezeichnet wurden ein Youtube-Format des Bayerischen Rundfunks, ein Radio-Feature des SR, ein Artikel aus dem Magazin NZZ Folio sowie ein Artikel des Magazins Spektrum der Wissenschaft.

Die E-Sport-Szene wächst – auch im Saarland
12 Bilder

Die E-Sport-Szene wächst – auch im Saarland

12 Bilder
Foto: Tina Leistenschneider

Worum es sich bei dem Journalistenpreis handelt

Der Journalismuspreis Informatik wurde 2006 erstmals ausgelobt, wird jedes Jahr verliehen und ist insgesamt mit 16 000 Euro dotiert. Die vom Wirtschaftsministerium vergebenen drei Hauptpreise sind mit jeweils 5000 Euro dotiert. Das Saarbrücker DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) stiftet den mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis.

Cyberattacke auf Saarbrücken

In der Kategorie „Audio“ wurde das SR-Feature „Was wäre wenn: Der große Angriff – Cyberattacke auf das Saarland“ von Kerstin Gallmeyer und Uwe Jäger prämiert. Ein regionaler Energieversorger wird darin fiktives Opfer eines Cyberangriffs, so dass in ganz Saarbrücken der Strom ausfällt. „In dem Feature werden fiktive Szenen zur Lage in den Krankenhäusern auf sehr gelungene Weise mit realen Experteninterviews verknüpft“, rühmte die Jury.

In der Kategorie „Video & Multimedia“ wurde der BR-Videobeitrag „So können Handy und Laptop heimlich zuschauen: Unsere App zeigt, wie es geht“ von Rebecca Ciesielski, Ariane Alter, Maria Christoph, Sebastian Bayerl, Robert Schöffel und Matthias Dachtler prämiert. Thematisiert wird darin, dass Apps mittlerweile ohne unser Wissen heimlich die Kamera unserer Handys anschalten und auslesen können.

Was KI kann, das kann ich auch?

In der Kategorie „Text“ wurde Reto Schneiders im Magazin „NZZ Folio“ erschienene Reportage „Wie lange braucht es uns noch?“ bedacht. Schneider analysiert die Sprachgewalt von KI und nutzt sie beim Formulieren seines Artikels. „Die KI und menschliche Kreativität verschmelzen damit unbemerkt, nur dem kritischen Betrachter stechen die Unterschiede ins Auge“, so die Jury.

Last but not least würdigt der mit 1000 Euro dotierte DFKI-Sonderpreis den Artikel „Auf digitaler Spurensuche“ von Manon Bischoff aus dem Magazin „Spektrum der Wissenschaft“. Thematisiert wird darin, wie in der digitalen Forensik Daten kombiniert werden können, um verlässliche Informationen über Kriegsverbrechen zu erhalten.