Saar-Uni bildet Forschungsallianz zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten

Kooperation von Uni und Forschungseinrichtungen : Saarbrücker Forschungsallianz gebildet

Kooperation von Saar-Uni und Partnern soll helfen, Infektionskrankheiten wirksamer zu bekämpfen.

Die Saar-Universität, das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und das Leibniz-Institut für neue Materialien (INM) haben eine Zusammenarbeit im Bereich der Wirkstoffforschung beschlossen. Die Partner unterzeichneten einen Kooperationsvertrag für fünf Jahre. Zudem soll ein gemeinsamer Fonds in Höhe von insgesamt 3,3 Millionen Euro eingerichtet werden. Jeweils 1,5 Millionen Euro bringen die Universität des Saarlandes und das Helmholtz-Institut auf, 300 000 Euro kommen vom Leibniz-Institut, wie die Saar-Uni erklärt.

Im Rahmen des Zusammenschlusses sollen gemeinsame Forschungsprojekte realisiert, Drittmittelprojekte finanziert und die pharmazeutische Forschung gestärkt werden. Auch die Berufung von Professoren soll künftig gemeinsam erfolgen.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit sollen laut Dirk Heinz, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, die aktuellen Herausforderungen der Infektionsmedizin besser gemeistert werden. Das HIPS in Saarbrücken ist ein Institut des HZI.

Der Bereich der Nano- und Lebenswissenschaften ist bereits jetzt einer der Schwerpunkte der Saar-Universität und soll künftig noch weiter gestärkt werden, hat Universitätspräsident Manfred Schmitt bereits mehrfach erklärt. Die jetzt vereinbarte Allianz sei die Möglichkeit, „diesen Spitzenforschungsbereich in den kommenden Jahren gezielt und signifikant in Forschung, Lehre und Transfer zu verstärken“, so Schmitt.

Rolf Müller, geschäftsführender Direktor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland, sieht in der Forschungsallianz auch die Möglichkeit, effektivere Wirkstoffe gegen multiresistente Bakterien zu erforschen. 

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