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Saar-Forscher entwickelt Software, die Wert von Daten bestimmt

Saar-Universität : Der Wert von Daten soll für Unternehmen sichtbar werden

Wie viel Geld steckt für Unternehmen in gesammelten Daten? Der Wirtschaftsinformatiker Professor Wolfgang Maaß von der Saar-Universität will dieser Frage in einem Projekt zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung nachgehen und ein Computerprogramm entwickeln, das für Firmenmanager konkret greifbar macht, welches finanzielle Potenzial für sie in der Erhebung und Auswertung von Daten steckt.

Dadurch sollen Anreize für Investitionen geschaffen werden. Das „Future Data Assets“ genannte Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit 2,3 Millionen Euro gefördert. 330 000 Euro fließen an den Saarbrücker Campus, erklärt die Saar-Uni.

Um Daten zu Geld zu machen, sei es zunächst erforderlich, kräftig in neue Software und die Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren. Solche Ausgaben scheuten aber vor allem mittelständische Unternehmen, weil sich der wirtschaftliche Erfolg aus der Erhebung und Auswertung der Daten bisher nur schwer einschätzen lasse, erklärt Maaß. Das größte Problem sei, dass sich das Datenkapital von Unternehmen bisher nicht in Bilanzen ausweisen lasse. „Zwar kann meist genau beziffert werden, was investiert werden müsste. Unklar bleibt, wann und wie sich das auszahlt“, sagt der Wirtschaftsinformatiker.

Mithilfe von Verfahren maschinellen Lernens sowie Künstlicher Intelligenz soll laut Maaß eine Programmsammlung entstehen, die der Unternehmensleitung die erforderlichen Bilanz-Kennzahlen liefert und an die jeweilige Branche angepasst ist.