Pausenbrot statt Mensa-Menü

Saarbrücken. Die Mensa der Saar-Uni ist sehr beliebt bei den Studenten am Saarbrücker Campus. Das ergab eine Umfrage der Hochschulredaktion der Saarbrücker Zeitung, bei der 95 Hochschüler befragt wurden. Demnach gehen knapp zwei Drittel von ihnen regelmäßig in die Universitätskantine essen. Ein Stammessen mit Beilage, Suppe und Dessert kostet für Studenten 2,20 Euro

 Fast zwei Drittel der Saarbrücker Studenten gehen laut einer SZ-Umfrage regelmäßig in der Mensa der Saar-Uni essen. Foto: Oliver Dietze

Fast zwei Drittel der Saarbrücker Studenten gehen laut einer SZ-Umfrage regelmäßig in der Mensa der Saar-Uni essen. Foto: Oliver Dietze

Saarbrücken. Die Mensa der Saar-Uni ist sehr beliebt bei den Studenten am Saarbrücker Campus. Das ergab eine Umfrage der Hochschulredaktion der Saarbrücker Zeitung, bei der 95 Hochschüler befragt wurden. Demnach gehen knapp zwei Drittel von ihnen regelmäßig in die Universitätskantine essen. Ein Stammessen mit Beilage, Suppe und Dessert kostet für Studenten 2,20 Euro. Insgesamt geben die Studenten laut Umfrage im Schnitt 120 Euro im Monat für Essen aus.Doch dies kann sich schon bald ändern, denn die Landesregierung hat angekündigt, rund eine Million Euro an Essenszuschüssen für die Universität einsparen zu wollen. Laut Anne-Marie Oswald, Geschäftsführerin des Studentenwerks, könne es dazu kommen, dass die Studenten eine Erhöhung der Semestergebühren oder der Essenspreise in der Mensa verkraften müssen - vielleicht sogar beides. Und das könnte für einige zum Problem für den Geldbeutel werden.

Lediglich 16 Prozent der von der SZ befragten Studenten müssen neben ihrer Hochschulausbildung nicht arbeiten, da sie entweder komplett durch ihre Eltern finanziert werden oder ein Stipendium besitzen. 45 Prozent werden zwar von ihren Eltern unterstützt, müssen jedoch neben dem Studium noch einer Beschäftigung nachgehen und elf Prozent nehmen einen Kredit in Anspruch. 28 Prozent sind auf sich allein gestellt und bringen das Geld für das Studium komplett selbst auf.

"Ich werde mit den neuen Preisen klarkommen müssen. Aber es ist schade, dass genau da gespart wird", meint Musikmanagementstudent Benedikt zu den Plänen der Landesregierung. Er gehört zu den 48 Prozent der Befragten, die weiterhin in der Mensa essen werden - auch wegen fehlender Alternativen. 30 Prozent geben jedoch an, es sich nicht mehr leisten können, regelmäßig in der Mensa zu essen und wollen auf Alternativen wie mitgebrachte Brote zurückgreifen, wenn das Essen teuerer würde. Die 29-jährige Lehramtsstudentin Nadine erklärt: "Ich werde zu Hause kochen, was mich aber Lernzeit kosten wird." Auf die Frage, was sie denn tun werde, wenn die Mensapreise steigen, bringt Studentin Carina die Meinung der meisten Befragten auf den Punkt: "Mich ärgern." eo