Nachwuchs-Tüftler messen sich im Roboter-Kampf

Saarbrücken. 30 000 Legosteine, 340 Computerchips und 800 teilnehmende Schüler - das ist die Bilanz von zehn Jahren "RoboNight" im Saarland. Bei der Veranstaltung der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) und T-Systems treten seit 2002 saarländische Schülerteams mit selbstgebauten Lego-Robotern gegeneinander an

 Niklas Kraus nimmt letzte kleine Veränderungen vor, bevor er den Roboter seines Teams "robotec" ins Rennen schickt. Foto: Steve Welter

Niklas Kraus nimmt letzte kleine Veränderungen vor, bevor er den Roboter seines Teams "robotec" ins Rennen schickt. Foto: Steve Welter

Saarbrücken. 30 000 Legosteine, 340 Computerchips und 800 teilnehmende Schüler - das ist die Bilanz von zehn Jahren "RoboNight" im Saarland. Bei der Veranstaltung der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) und T-Systems treten seit 2002 saarländische Schülerteams mit selbstgebauten Lego-Robotern gegeneinander an. In diesem Jahr setzte sich das Team "Probots" (Jonas Kraemer und Birk Blechschmidt) vom Gymnasium Rotenbühl unter den Augen von 400 Zuschauern gegen neun Mannschaften durch.Drei Aufgaben mussten die Roboter erledigen: eine Wand erst vermessen und dann umwerfen, Würfel an bestimmte Positionen verschieben und einen Ball von einem Podest in einen Korb stoßen. Um den dafür passenden Roboter zu konstruieren, hatten die Teams siebeneinhalb Stunden Zeit. Außerdem durfte nur ein Roboter für alle drei Arbeiten gebaut werden - lediglich verschiedene Anbauteile waren erlaubt. Auch das Programmieren der Roboter, die mit Kameras, Motoren und Sensoren ausgestattet sind, musste von den Schülern selbst erledigt werden. Um mit dem von Lego mitgelieferten Programm arbeiten zu können, wurden die Schüler zusammen mit ihren betreuenden Lehrern in Workshops ander HTW geschult. "Wir haben allerdings einen eigenen Programmcode für unseren Roboter geschrieben", erzählt Simon Schackmann vom zweitplatzierten Team "Out of Mana" vom Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach. Kein Wunder, denn der 17-Jährige studiert bereits an der Universität des Saarlandes Informatik im Rahmen eines Junior-Studiums.

Solche technischen Fächer unter Schülern populär zu machen, ist auch die Absicht der Veranstalter. Professor Enrico Lieblang von der HTW sieht in der "RoboNight" ein großes Potenzial, um die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) an Hochschulen noch besser bestücken zu können: "Der spielerische Ansatz ist hier ganz wichtig. So wird den Schülern gezeigt, dass technische Fächer gar nicht trocken sein müssen." flom

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort