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Grundlagenforschung von Algebra bis Zellen

Grundlagenforschung von Algebra bis Zellen

Wissenschaftler der Saar-Uni erhalten von der deutschen Forschungsgemeinschaft weitere zehn Millionen Euro für die Erforschung physikalischer Vorgänge in Zellen. Zweieinhalb Millionen Euro gehen zudem in die mathematische Grundlagenforschung

Sonderforschungsbereiche an Universitäten beschäftigen sich über lange Jahre und über die Grenzen der Disziplinen hinweg mit grundlegenden wissenschaftlichen Fragestellungen. Zum Beispiel: Wie funktionieren biologische Prozesse in Zellen eigentlich auf physikalischer Ebene?

Dieser und ähnlichen Fragen gehen Physiker, Mediziner, Biologen und Bioinformatiker im Sonderforschungsbereich SFB 1027 an der Universität des Saarlandes nach. Er ist um weitere vier Jahre bis Ende 2020 verlängert worden und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit zehn Millionen Euro gefördert, teilte die Saar-Uni gestern mit. "Grundsätzlich wollen wir ein physikalisches Verständnis von biologischen Prozessen in diesem Sonderforschungsbereich gewinnen, wie wir es heute noch nicht haben", erklärt Heiko Rieger, Professor für Theoretische Physik an der Saar-Uni und Sprecher des Sonderforschungsbereiches.

Außerdem hat die Forschungsgemeinschaft die Förderung eines neuen transregionalen Sonderforschungsbereiches (TRR) beschlossen. Als "Transregio" werden Forschungsverbünde mehrerer Universitäten bezeichnet. Federführend im TRR "Symbolische Werkzeuge in der Mathematik und ihre Anwendung" ist die TU Kaiserslautern. Neben Forschern aus Rheinland-Pfalz sind auch Mathematiker der Saar-Uni und der RWTH Aachen an der Erforschung neuer Fragestellungen der Computeralgebra beteiligt. In diesem Wissenschaftsbereich werden unter anderem mathematische Theorien getestet.

Die am Transregio beteiligten Arbeitsgruppen der Saar-Uni stehen unter der Leitung von Frank-Olaf Schreyer, der zugleich der regionale Sprecher des Projektes ist, Roland Speicher, Gabriele Weitze-Schmithüsen und Moritz Weber. Der Transregio mit einer Gesamt-Fördersumme von rund 7,5 Millionen Euro sei zunächst für vier Jahre eingerichtet worden und habe eine geplante Gesamtlaufzeit von zwölf Jahren. Etwa 2,4 Millionen Euro davon fließen in der ersten Förderperiode an die Universität des Saarlandes , erklärte die Hochschule.

sfb1027.uni-saarland.de