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GEW des Saarlandes will Verbesserung der Lage von Hilfskräften an Unis

Hochschulen : GEW Saarland will mehr Geld für Hilfskräfte

Der Verband sieht die Situation studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte an Hochschulen als prekär.

Der saarländische Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert die Landesregierung und die Hochschulen auf, sich für eine Verbesserung der Situation studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte einzusetzen. Die Gewerkschaft möchte insbesondere, dass die Vergütungssätze der Hilfskräfte an allen Hochschulen des Saarlandes auf ein einheitliches Niveau angehoben werden – unter Ausgleich der Inflation seit der letzten Änderung. Außerdem müsse sie an tarifliche Entwicklungen gebunden werden.

Zudem will der Verband, dass die Vertragslaufzeiten, wo möglich, mindestens zwei Jahre betragen. Auch, dass die Möglichkeit einer Personalvertretung der Hilfskräfte geschaffen wird, wird eingefordert. Schließlich verlangt der Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass die Gruppe der Hilfskräfte in einen Tarifvertrag aufgenommen wird.

Der Landesverband der GEW sieht die Hilfskräfte an den Hochschulen derzeit in Anbetracht der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit in einer prekären Situation: Seit 2015 seien etwa die Löhne wegen Sparmaßnahmen der Hochschulen nicht gestiegen. Laut einer Mitteilung der Gewerkschaft beträgt der Stundenlohn von Hilfskräften an der Universität des Saarlandes 9,79 Euro und liegt damit knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn, der kommendes Jahr 9,50 Euro betragen wird.

Die Hilfskräfte seien weder in oder von einem Personalrat vertreten, noch würden sie in einen Tarifvertrag einbezogen. Im Vergleich zu anderen Hochschul-Angestellten würden für beide Gruppen von Hilfskräften auch deutlich kürzere Vertragslaufzeiten gelten. Laut GEW sollen es an der Universität des Saarlandes ein halbes Jahr, an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes nur ein Monat sein.

Die GEW bemängelt, dass eine finanzielle Planbarkeit für Studierende und Nachwuchswissenschaftler unmöglich sei – und es langfristig konterkariert würde, Personalvertretungen für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte zu schaffen. „Hochschulen und das Land sollten Hilfskräfte und Hilfswissenschaftler nicht als Sachmittel, sondern endlich als Personal anerkennen“, sagt Soheil Hemmati-Ortakand von den GEW-Studis Saarland.

Nach einer Erhebung von 2018 arbeiten etwa an der Saar-Uni 1176 studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte.