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Es gibt zu wenig Wohnheimplätze für Studierende in deutschen Städten

Studierende auf Wohnungssuche : Warten auf Wohnheimplätze

Zum Semesterstart suchen Studierende in ganz Deutschland eine Unterkunft.

Zum Beginn des Wintersemesters am 1. Oktober suchen noch viele Studenten nach einer Bleibe. Auf Basis der ersten Rückmeldungen aus den großen Universitätsstädten müsse man davon ausgehen, dass die Situation ähnlich angespannt sei wie zu Beginn der Wintersemester in den Vorjahren, sagt der Sprecher des Deutschen Studentenwerks (DSW), Stefan Grob. So stünden beispielsweise in München 12 000 Studenten auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz, in Berlin seien es 4000, in Stuttgart 3800 und in Heidelberg 1700. Im Saarland sind es alleine in Saarbrücken 575 Studenten, in Homburg weitere 122, erklärt das saarländische Studentenwerk.

Das DSW bewirtschaftet die meisten der bundesweit rund 243 000 Wohnheimplätze. Die Studentenwerke fordern für Neubau und Sanierung von Wohnheimen mehr staatliche Unterstützung. Das DSW veranschlagt dafür 1,5 Milliarden Euro. Zwar ist die Zahl der öffentlich geförderten Wohnheimplätze nach DSW-Angaben in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Zahl der Studenten sei aber parallel dazu noch deutlich schneller angewachsen.

Die Wohnheimplätze sind auch wegen der günstigen Mieten von durchschnittlich weniger als 250 Euro warm pro Monat beliebt. Denn auf dem privaten Wohnungsmarkt sind die Mieten sehr viel teurer, wie auch der Studentenwohnreport des Instituts der deutschen Wirtschaft und der Finanzberatung MLP zeigt. Gerade in größeren Hochschul-Städten – vor allem in West- und Süddeutschland – sind Warmmieten zwischen 400 und 550 Euro die Regel.

(dpa)