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Eine Umfrage von Studitemps zeigt, wie Studierende mit der Krise umgehen

Umfrage : Wie Studierende mit der Corona-Krise zurechtkommen

Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie Hochschüler mit den Verhaltensregeln in der Pandemie umgehen und was sie besorgt.

Ihre universitäre und finanzielle Situation während der Corona-Pandemie bereitet vielen Studierenden in Deutschland Sorgen. Rund die Hälfte fürchtet, dass ausfallende Vorlesungen und Prüfungen sowie die schwierige Vorbereitung zu schlechten Noten führen. Das hat eine Umfrage des Personalanbieters Studitemps und der Universität Maastricht unter rund 15 500 Studierenden in Deutschland ergeben.

Etwa 52 Prozent der Befragten gaben an, finanzielle Einbußen zu haben, weil Nebenjobs in der Krise weggebrochen sind. Laut Angaben des Deutschen Studentenwerks arbeiten zwei Drittel der Studierenden neben dem Studium, bevorzugt in Cafés und Restaurant sowie im Einzelhandel. Diese Branchen sind besonders von der Pandemie betroffen.

Gefragt nach ihrem Umgang mit den Verhaltens- und Abstandsregeln gaben rund 83 Prozent der Studierenden an, diese strikt zu befolgen. 35 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich im öffentlichen Raum unsicher fühlen. Frauen sind laut Umfrage bei der Regelbefolgung gewissenhafter als Männer.

Unterschiede zeigten sich auch von Bundesland zu Bundesland. Während die Regeln in Bayern recht konsequent befolgt wurden, haben sich die Studierenden in Nordrhein-Westfalen weit weniger bei Treffen mit Familie und Freunden eingeschränkt.

Rund 70 Prozent der Studierenden gab an, den öffentlichen Nahverkehr seltener oder gar nicht mehr zu nutzen. In einer Umfrage des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) für das Jahr lag der Anteil der Bus- und Bahnfahrer unter den Studierenden noch bei 58 Prozent.

Zurückhaltend seien die Studierenden, was Hamsterkäufe angeht. Nur etwa 20 Prozent gaben an, Nudeln, Toilettenpapier oder andere Waren auf Vorrat gekauft zu haben. Dies könne Solidarität gegenüber anderen anzeigen, aber auch den tendenziell geringeren finanziellen Mitteln und Lagermöglichkeiten geschuldet sein, so der Personaldienstleister.