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Die HTW setzt am Campus Rotenbühl auf wiederverwertbare Kaffeebecher

Keine Einwegbecher mehr auf dem Campus Rotenbühl : Das Ende der Wegwerfkultur an der HTW

Die Wirtschaftswissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft setzen künftig auf wiederverwertbare Kaffeebecher.

 Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) verbannt Einweg-Kaffeebecher vom Campus Rotenbühl in Saarbrücken. Sie sollen durch neue Mehrweg-Plastiktassen ersetzt werden. Die Initiative dazu geht von HTW-Referent Dominik Schug und Professor Steffen Hütter, dem Dekan der Fakultät, aus.

„Die Mülleimer quollen regelmäßig über mit Einweg-Kaffeebechern. Sie mussten täglich mehrmals geleert werden“, berichtet Schug. „Bei einem Pro-Kopf-Konsum von 40 Bechern pro Jahr und etwa 2500 Studierenden an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, verbrauchen wir am Campus Rotenbühl jährlich schätzungsweise 100 000 Einwegbecher.“

Nicht nur an der HTW ist der Becherbedarf hoch. Laut dem saarländischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz werden im Saarland in jedem Jahr 34 Millionen Einwegbecher verbraucht. Die HTW macht damit jetzt zumindest auf dem Campus Rotenbühl Schluss. Seit Beginn dieses Jahres gibt es dort keine Einwegbecher mehr. Die Hochschule hat Mehrwegbecher angeschafft, die pfandfrei mitgenommen werden dürfen. „Die Becher werden in unserer Mensa gespült. Die Studierenden müssen einfach nur den dreckigen Becher abgeben und können sich einen frischen holen“, so Schug. „Wir haben darauf geachtet, dass die Plastikbecher schadstofffrei sind und in Deutschland produziert werden“, sagt er.

„Wir haben noch andere Hochschulen, Schulen und viele Unternehmen im Saarland, bei denen für Studenten, Schüler und Mitarbeiter Kaffee zum Mitnehmen angeboten wird“, sagt Steffen Hütter. „Wenn wir es schaffen, von den Einwegbechern wegzukommen, würde dies der Umwelt und letztlich auch uns allen sehr gut tun.“

Bis Ende Februar läuft die erste Testphase auf dem Campus Rotenbühl. Sie soll zeigen, wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Am Erfolg des Projektes hat Dominik Schug schon jetzt keine Zweifel: „Ich erlebe die Studenten jeden Tag und ich weiß, dass sie das alle wollen.“