Die HTW gerät in Bewegung

Die HTW gerät in Bewegung

Was lange brachlag, wird endlich bearbeitet: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft hat eine neue Baustelle. Die Arbeiten an Hochhaus und Zentralgebäude sollen das lang geplante Campus-Projekt verwirklichen.

Die neue Hochschule für Technik und Wirtschaft nimmt Gestalt an. Beim lange verwaisten HTW-Hochhaus steht eine Sanierung und ein neuer Einzugstermin für August 2017 fest (wir haben berichtet). Und auch beim kleinen Nachbarn geht es voran. Die Bauarbeiten für das Zentralgebäude, das als Kopplungsstück zwischen Alt- und Neubau der HTW fungieren soll, haben begonnen.

Ende Juni wurde ein Projektvertrag geschlossen, der den Bau des Gebäudes regelt. Im August rollten die ersten Bagger an. In Betrieb genommen werden soll das Gebäude zu Beginn des Sommersemesters 2018. Vertraglich vereinbart wurde, dass die Gesamtkosten 18 Millionen nicht überschreiten sollen.

Aus Kostengründen ist ein Element weggefallen, das als Blickfang gedient und die Einheitlichkeit betont hätte: Die angedachte Fußgängerbrücke über die Malstatter Straße, die Hochhaus und Zentralgebäude verbinden sollte. Sie hätte laut Finanzministerium rund eine Million Euro gekostet. "Angesichts der hohen Kosten für die Verbindungsbrücke und aufgrund der Tatsache, dass die Malstatter Straße mit einer Fußgängerampel ausgestattet ist, die ein sicheres Überqueren der Straße ermöglicht, wurde auf die Verbindungsbrücke verzichtet" teilte Ministeriumssprecherin Kathrin Brandt mit.

Das nun in Angriff genommene dreistöckige Gebäude , das rechtwinklig entlang der Malstatter Straße und der A 620 verlaufen wird, soll laut HTW die Zentralbibliothek und die Mensa für den Campus Alt-Saarbrücken beherbergen. Außerdem soll es einen großen Hörsaal mit dazugehörigen Technik- und Projekträumen geben.

HTW-Präsident Wolrad Rommel zeigte sich erleichtert, dass es vorangeht und damit die Aussicht auf eine komplette Neuplanung, die lange gedroht hatte, vom Tisch ist. "Ich bin sehr, sehr zufrieden mit der Entwicklung" sagte Rommel. Mit dem Zeitplan könne man arbeiten - auch wenn abzuwarten bleibe, wie genau er umzusetzen ist. Mit der erzielten Einigung sei das Platzproblem für die Sozialwissenschaftler und die Verwaltung gelöst. Dadurch könnte die Uni ihre Kernfunktionen erfüllen.

Allerding sieht Rommel noch dringenden Erweiterungsbedarf. Die Planung habe noch nicht mit dem Anwachsen der Gesamtstudentenzahl Schritt gehalten. "Wir haben zu wenig Raum. Wir brauchen auf jeden Fall zusätzliche Neubauten", so Rommel. Man befinde sich in Verhandlungen mit den angrenzenden Stadtwerken. Auf Teile von deren Areal könnte die Hochschule ausgedehnt werden, um dem gewachsenen Platzbedarf gerecht zu werden.

Zudem gebe es für die sogenannte Campusallee, die eine grüne Atmosphäre entlang der HTW-Bauten schaffen soll, noch kaum konkrete Maßnahmen. Das Land habe noch keine Grundstücke angekauft und die Stadt noch nicht genügend Einsatz gezeigt. Rommel gab sich nach den jüngsten Entwicklungen aber optimistisch, dass das gelingen werde. "Ein Drittel des Weges ist geschafft. Aber es gibt noch viel zu tun", so der HTW-Präsident.

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