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Deutsch-französische Ehren für junge Absolventen

Deutsch-französische Ehren für junge Absolventen

Saarbrücken. "Wir hatten ein Déjà-vu", sagte Hermann Götzinger anlässlich der Verleihung des Absolventenpreises des Fördervereins des Deutsch-Französischen-Hochschulinstitus (DFHI)

Saarbrücken. "Wir hatten ein Déjà-vu", sagte Hermann Götzinger anlässlich der Verleihung des Absolventenpreises des Fördervereins des Deutsch-Französischen-Hochschulinstitus (DFHI). Denn wie im Vorjahr konnte sich die Jury nicht für einen einzigen Preisträger entscheiden: Deshalb wurden am vergangenen Dienstag in Saarbrücken wieder zwei Studenten für den besten deutsch-französischen Masterabschluss ausgezeichnet. Der Preis ist jeweils mit 1000 Euro dotiert. Neben der Abschlussarbeit zählt vor allem das bikulturelle Engagement während des Studiums, erklärte der Vorsitzende des Fördervereins.Die beiden Sieger, der Deutsche Velten Behm (25) und der Franzose François Chavant (24), studierten fünf Jahre lang abwechselnd an der Universität in Metz und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbücken. Zudem absolvierten sie mehrere Praktika in Deutschland und Frankreich. Ihre Abschlussarbeiten mussten sie, wie alle Studenten am DFHI, in der jeweiligen Partnersprache schreiben.

Der aus Dijon stammende Chavant hatte damit keinerlei Probleme, sein Deutsch ist mittlerweile nahezu perfekt. So verwundert es nicht, dass er direkt im Anschluss an sein Informatikstudium eine Stelle in Berlin antreten konnte. Dort forscht er jetzt im Bereich "Cloud-Computing", dem IT-Thema der Zukunft, über das er auch seine Abschlussarbeit geschrieben hat. Neben seiner herausragenden Arbeit würdigte die Jury auch sein Engagement in der Studentenvertretung.

Auch der Norddeutsche Behm hat dem Saar-Lor-Lux-Raum den Rücken gekehrt. Für ihn ergab sich nach seinem Maschinenbau-Studium die Möglichkeit zu promovieren. Bei VW in Wolfsburg, beziehungsweise an der Universität Hannover kann er nun seine Doktorarbeit schreiben. Dass das für einen Fachhochschul-Absolventen die Ausnahme ist, weiß Behm ganz genau: "Normalerweise geht das nur an Universitäten. Da kommt mir der Abschluss auf französischer Seite an der Uni Metz zugute", erklärt er. Und auch sonst weiß er seine Zeit, vor allem in Saarbrücken, zu schätzen: "Die Gegend hier vermisse ich jetzt schon."