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Der neuen HTW-Zweigstelle in St. Ingbert fehlt ein vollwertiger Internet-Zugang

Der neuen HTW-Zweigstelle in St. Ingbert fehlt ein vollwertiger Internet-Zugang

Weil die Hochschule für Technik und Wirtschaft ihren Neubau in Saarbrücken nicht beziehen darf, müssen Teile der Vorlesungen nach St. Ingbert verlagert werden. Das klappt bisher recht gut, nur mit einem Problem haben die Studenten zu kämpfen: Es gibt dort keinen drahtlosen Internetanschluss.

400 Wirtschaftswissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) müssen seit diesem Wintersemester am improvisierten neuen Standort der Hochschule in St. Ingbert unterrichtet werden. Der Umzug war wegen Umbauarbeiten notwendig geworden und weil die Hochschule ihr neues Hochhaus in Saarbrücken nicht beziehen darf.

Die Befürchtung, dass das Studium unter diesem Umzug leiden könnte, hat sich nicht bestätigt. So sah das jedenfalls das Gros der Studenten, die im ehemaligen Gebäude der ASW Berufsakademie untergebracht sind, bei einer SZ-Umfrage. Zunächst fehlte dort eine Mensa - seit Mitte November können die Studenten in der nahe liegenden Ludwigsschule zu Mittag essen. "In der kurzen Zeit wurde das gut gelöst. Unser Dekan bemüht sich auch sehr und fragt wöchentlich danach, was es zu verbessern gibt", erklärt die BWL-Studentin Hannah Kron. Eine wichtige Rolle für den guten Start in das neue Semester habe die Stadtverwaltung in St. Ingbert gespielt. "Außerdem wurde der Busfahrplan extra auf unsere Vorlesungen abgestimmt und die Linie 170 zum Rotenbühl fährt öfters", erklärt Isabella Putrone und lobt im gleichen Atemzug ihre Fachschaft: "Wenn wir Fragen haben, wird da sehr zügig reagiert."

Als größte Schwachstelle des Standorts St. Ingbert , die schnell behoben werden sollte, sehen die Studenten die Tatsache, dass eine drahtlose Internetverbindung fehlt. Das findet auch der 23-Jährige Lars Klein: "WLAN vermisse ich am meisten, allein schon wegen der Dokumentation meiner Mitschriften." Laut HTW-Dekan Steffen Hütter könnte das Problem binnen weniger Wochen behoben werden: "Uns liegt bereits ein Angebot vor. Ein Glasfaseranschluss liegt etwa 150 Meter vom Gebäude entfernt. Ein Anschluss würde uns vertraglich aber für fünf Jahre binden. Da liegt die Entscheidung bei der Hochschulleitung, ob der Standort längerfristig genutzt werden soll."

Die Studentin Kim Vogt hält St. Ingbert für eine gute Übergangslösung. Doch übt sie Kritik am Durcheinander um den Saarbrücker Neubau. "Ich weiß nicht, ob die HTW das Hochhaus schon aufgegeben hat und habe Angst davor, dass es dauerhaft so bleibt."

Auch die Architekturstudenten am Campus Rotenbühl hatten sich viel von der Eröffnung des Hochhauses erhofft. Ihnen fehlt vor allem die große Werkstatt, die im Neubau eingerichtet wurde. "Wir arbeiten auch oft nachts. Dort hätten wir rund um die Uhr mit einer Chipkarte Zutritt gehabt. Hier können wir leider nur bis neun Uhr abends rein", erklärt die Masterstudentin Marie Meier und ergänzt: "Uns steht zwar ein Atelier am Eurobahnhof zur Verfügung, aber die Strecke dorthin raubt auch immer wieder Zeit." Darüber hinaus stünden zu wenige Computer zur Verfügung, die sie sich auch noch mit den Betriebswirten teilen müssten. Das erschwere vor allem die Arbeit in der Gruppe, sagt die 21-jährige Leslie Patton: "Es gibt hier eindeutig zu wenig PCs. Dadurch wird man oft bei der Arbeit unterbrochen."

Die 20-Jährige Royen Zerey befürchtet, dass ihre Fakultät im kommenden Semester in Göttelborn untergebracht wird: "So wie man das mitbekommt, ist das der Plan der HTW. Der Umzug in das Hochhaus wird überhaupt nicht mehr diskutiert. Uns wird jedenfalls keine Hoffnung gemacht." Alleine die Strecke zum Standort Göttelborn und zurück würde die Völklingerin schwer treffen. Sie müsste in diesem Fall jeden Tag rund zwei Stunden mehr für die Fahrt einplanen.