Gute Nachrichten für die Hochschule für Technik und Wirtschaft: Der HTW-Campus wächst zusammen

Gute Nachrichten für die Hochschule für Technik und Wirtschaft : Der HTW-Campus wächst zusammen

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken kann ihr neues Zentralgebäude in der Landeshauptstadt nun endlich nutzen. Darin ist auch die neue Mensa untergebracht, die ab jetzt vom Studentenwerk betrieben wird.

Seit langer Zeit kämpft die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) für einen zusammenhängenden Campus im Stadtkern von Alt-Saarbrücken. Bisher stand das Vorhaben allerdings unter keinem  besonders guten Stern, wie das Debakel um das Haus des Wissens  zeigte. Und die Verhandlungen um einen Neubau auf dem Gelände der Stadtwerke laufen immer noch. Doch jetzt zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab. Denn die Arbeiten am neuen Zentralgebäude der HTW sind abgeschlossen – und dieses Mal sogar im Zeitplan.

Das dem HTW-Hochhaus gegenüberliegende Gebäude beherbergt unter anderem die Mensa, den großen Hörsaal und die zentrale Bibliothek der HTW. Erstere hat den Betrieb am 2. Mai unter neuer Führung wieder aufgenommen. Bisher war die Mensa in einer deutschlandweit einzigartigen Regelung vom Asta der HTW betrieben worden, jetzt hat das Studentenwerk im Saarland die Leitung übernommen.

Die Umstellung sei weitgehend reibungslos verlaufen, berichtet Patrick Adams. Der Leiter für Hochschulgastronomie des Studentenwerkes hat den Umzug koordiniert. Das Personal wurde komplett vom alten Betreiber übernommen. „Natürlich funktioniert im technischen Bereich noch nicht alles reibungslos“, sagt Adams. Das sei aber in den ersten Tagen nach einem derart umfangreichen Umzug völlig normal. „Für das Personal stellen die neuen Räumlichkeiten aber schon jetzt eine deutliche Verbesserung dar“, so Adams Einschätzung. Einige Neuerungen wie etwa ein zusätzliches Wahlessen kämen in den nächsten Tagen dazu.

Michael Hoppstädter, der Küchenchef der Mensa, berichtet von kleineren Startschwierigkeiten. „Die ersten Tage verliefen noch etwas hektisch, bis alles eingerichtet war“, sagt Hoppstädter. „Wir haben jetzt absolut moderne Geräte, es dauert eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat“, so der Küchenchef. Insgesamt sieht allerdings auch er die Veränderungen positiv. Die Wege für das Personal seien zwar etwas länger als im alten Gebäude, die technischen Neuerungen glichen das aber völlig aus, erzählt er. „Wir kochen jetzt auch nach einer vereinheitlichten Rezeptur“, sagt Hoppstädter. „Auch das ist eine Umstellung für uns.“

Bei den Studenten kommt der neue Speiseplan offenbar gut an. „Der erste Eindruck ist auf jeden Fall sehr positiv“, sagt Clara Conrad. Sie studiert Maschinenbau im Master. „Gerade beim Salat gibt es viel mehr Auswahl, das ist jetzt ein richtiges Buffet“, so die Meinung der 23-Jährigen.

Jean-Marc Meyer, der ebenfalls Maschinenbau mit dem Abschluss Master studiert, beobachtet auch bei den Hauptgängen eine größere Auswahl. „Außerdem kann man sich jetzt auch selbst bedienen“, freut sich der 25-Jährige. „Dann bezahle ich zwar 20 Cent mehr als vorher, werde dafür aber auch satt.“ In der Vergangenheit seien ihm die Portionen öfter zu klein gewesen, erzählt Meyer.

Der Umstand, dass es nun keine einheitlich großen Portionen mehr gibt, hat für die 25-jährige Sarina Borchert einen anderen Vorteil. „Für uns Frauen waren die Portionen oft zu groß“, sagt sie. „Da wurde dann oft eine Menge weggeworfen.“

Ein Wunsch, den sie mit vielen anderen HTW-Studenten teilt, ist die Möglichkeit, draußen zu essen. Küchenchef Hoppstädter hat hier gute Nachrichten: „Außentische werden definitiv kommen“, verspricht er.

Ein Blick auf das neue HTW-Zentralgebäude (rechts im Bild). Im Hintergrund ist das ebenfalls kürzlich fertiggestellte Haus des Wissens zu sehen. Auf dem Vorplatz wird noch gebaut, zum HTW-Sommerfest am 25. Mai soll alles fertig sein. Foto: Iris Maria Maurer

Offiziell eingeweiht wird das neue Zentralgebäude dann übrigens zusammen mit dem Haus des Wissens zum Sommerfest der HTW am 25. Mai. „Dann wird auch die Bibliothek eingerichtet sein, so dass wir auf den Campus am Rastpfuhl ganz verzichten können“, sagt HTW-Pressesprecherin Katja Jung.

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