1. Saarland
  2. Hochschule

Das Studium ist längst digital

Studium : Gelernt wird überwiegend digital

Für Hochschüler gehören digitale Medien zum Alltag. Das war schon vor der Corona-Krise so, auch wenn die einen zusätzlichen Digitalisierungsschub ausgelöst hat. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Hochschule Fresenius von über 2000 Studierenden bundesweit.

Die Hochschule und das Markforschungsinstitut Statista haben die Teilnehmer, die alle älter als 18 Jahre waren, zwischen dem 24. und 30. März online befragt.

Drei Viertel der Befragten gaben bei der Umfrage an, mehr als die Hälfte der Zeit, die sie für das Studium aufwenden, an digitalen Geräten zu verbringen. Etwa 15 Prozent schätzten die Beschäftigung mit Handy, Tablet oder Rechner sogar als noch zeitintensiver ein: Sie gaben an, 90 Prozent der Studienzeit digital zu arbeiten.

In virtuellen Klassenräumen gemeinsam mit Kommilitonen zu lernen, hat sich dagegen noch nicht durchgesetzt. Ein solches Programm wurde der Umfrage zufolge bis zu Beginn der Corona-Krise nur von zwölf Prozent der Studierenden genutzt. Beinahe die Hälfte der Befragten gab an, dass sie sich mehr Online-Videos für die Lehre wünschten. Weitere 34 Prozent wollen häufiger Prüfungen übers Internet ablegen.

Die Umfrage ergab zudem, dass trotz der freien Zeiteinteilung, welche die Online-Lehre möglich macht, die meisten Studenten einen geregelten Arbeitsrhythmus vorziehen. 60 Prozent der Teilnehmer der Umfrage hätten erklärt, bevorzugt tagsüber zu studieren. Weniger als zehn Prozent lernen früh am Morgen oder nachts. Gerade einmal zwei Prozent arbeiteten am liebsten am Wochenende.

(dpa)