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Campus-Konzept für die HTW gerät ins Wanken

Campus-Konzept für die HTW gerät ins Wanken

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) darf ihr neues Hochhaus in Saarbrücken derzeit nicht beziehen. Das hat nun auch Auswirkungen auf die Pläne für das zweite Erweiterungsgebäude an der Malstatter Straße.

Die geplante Erweiterung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken verzögert sich weiter. Wie HTW-Rektor Wolrad Rommel der SZ erklärte, sind nun auch die Pläne für das Zentralgebäude, den zweiten Neubau an der Malstatter Straße, vorläufig auf Eis gelegt. Die Entscheidung der Landesregierung sei die Konsequenz aus der verfahrenen Diskussion um den Brandschutz im neuen HTW-Hochhaus, das seit über einem Jahr zwar fertiggestellt ist, aber nicht bezogen werden darf. Die Bauaufsicht der Saarbrücker Stadtverwaltung lehnt die Freigabe des neunstöckigen Baus wegen Mängeln beim Brandschutz ab. Die Landesregierung stellte darauf dem Investor Falko, der den Bau finanzierte, das Ultimatum, binnen fünf Monaten eine Baugenehmigung zu präsentieren (wir haben berichtet).

Da HTW-Hochhaus und Zentralbau nach dem Campus-Konzept der Hochschule mit einer Brücke verbunden werden sollten, sei es folgerichtig gewesen, auch die Planung des zweiten Neubaus einzufrieren, so Wolrad Rommel. Falls es notwendig werden sollte, Einrichtungen aus dem Hochhaus ins Zentralgebäude zu verlegen, müsse die Bauplanung geändert werden können. Von einem Baustopp, so Stienke Kalbfuss, Pressesprecherin des Finanzministeriums, sei keinesfalls die Rede. Die Vorbereitungen liefen weiter.

Das HTW-Zentralgebäude an der Malstatter Straße soll drei Stockwerke hoch werden - ursprünglich waren einmal fünf Etagen geplant. Auf 3000 Quadratmetern Nutzfläche sollen Mensa, Bibliothek, Hörsäle und Seminarräume untergebracht werden. Geplanter Baubeginn war 2015, zum Wintersemester 2017/18 sollte die Hochschule eigentlich in ihr neues Zentralgebäude einziehen.

Weil nun der Zeitplan des auf 60 Millionen Euro veranschlagten Campus-Konzepts ins Wanken geraten ist, will der Rektor der HTW eine Interimslösung für alle Fakultäten entwickeln. Sie solle der Hochschule wenigstens für fünf Jahre Planungssicherheit bieten, so HTW-Rektor Wolrad Rommel.