Prost! : Bier macht glücklich

Ein Inhaltsstoff des Gerstensaftes hat es in sich. Die Substanz Hordenin sorgt für ungeahnte Wohlgefühle.

Es gibt Nachrichten aus der Wissenschaft, die beim Lesen ungeheuer kompliziert wirken, aber eigentlich einen sehr einfachen Kern haben. So ist es auch mit dieser Information von Forschern der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie haben Lebensmittel darauf untersucht, wie sie auf unser Gehirn wirken und kommen zum Schluss: Bier macht glücklich. Die Wissenschaftler prüften die Wirkung von Lebensmittelinhaltsstoffen auf das Belohnungszentrum des Gehirns. Der Sieger dieses Wettbewerb sei die Substanz Hordenin gewesen, ein Inhaltsstoff von Gerstenmalz und Bier, berichtet die Hochschule.

Die Forscher suchten zunächst per Computer in einer Datenbank von 13000 Molekülen nach Substanzen, die auf den sogenannten Dopamin-D2-Rezeptor passen, ein Auslöser des Wohlgefühls. Am Ende seien von 13000 Möglichkeiten 17 übriggeblieben. Die vielversprechendsten Ergebnisse zeigte die Substanz Hordenin, ein Inhaltsstoff von Gerstenmalz und Bier. „Es ist schon überraschend, dass – ohne dass wir speziell in der Gruppe der Genussmittel gesucht haben – ein Inhaltsstoff von Bier zur Aktivierung des Dopamin-D2-Rezeptors führt“, erklärt Professor Monika Pischetsrieder. Welche Wirkungen die im Bier enthaltenen Mengen Hordenin ganz konkret auf das Belohnungszentrums haben, das untersuchen die Forscher zurzeit. Natürlich ebenfalls im Labor.

(np)