Asta startet Verhandlungen mit Busunternehmen

Zweite Dezemberwoche ins Auge gefasst : Studentenvertreter starten Verhandlungen mit Busunternehmen

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Saar-Uni wird nach eigenen Angaben in der zweiten Dezemberwoche erste Verhandlungen mit den saarländischen Verkehrsbetrieben aufnehmen, um über den Preis für das Semesterticket im kommenden Wintersemester zu diskutieren.

Die Unternehmen seien Gesprächen bisher aus dem Weg gegangen, sagt die Asta-Vorsitzende Judith Bühler. Vonseiten der Betreiber sei das damit begründet worden, dass noch ein Gutachten des Wirtschaftsministeriums zur Analyse der Preisstruktur im saarländischen Öffentlichen Personennahverkehr ausstünde, so der Asta. „Wir sind froh, das wir nach langem Drängen einen Termin bekommen haben“, sagt Bühler.

Der Asta hatte im Vorfeld die Vermutung geäußert, dass die Verkehrsbetriebe die Verhandlungen bis nach Ablauf des „Notfallplans“ verzögern wollten. Momentan fahren in Saarbrücken weniger Busse, der Betreiber begründet den Schritt mit akutem Fahrermangel.

Der Vertrag zum Semesterticket müsse allerdings spätestens im Frühjahr geschlossen sein, damit die Beitragsordnung rechtzeitig die entsprechenden Instanzen an der Hochschulen durchlaufen könne, so der Asta.

Generell seien die Verhandlungen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, da im Saarland 17 Verkehrsbetreiber beteiligt seien, auch in größeren Bundesländern seien es sonst maximal drei, so der Asta. Das erfordere mehr Termine und bedeute unnötigen Verwaltungsaufwand, sagt der Asta-Vorsitzende Lukas Redemann. Die Studentenvertreter fordern daher, dass sich die Unternehmen auf ein gemeinsames Verhandlungsmandat einigen oder dass ein großer gemeinsamer Verkehrsbetrieb geschaffen wird.

Dem pflichtet Elias Friedrich, neugewählter Asta-Vorsitzender der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes, bei: „Es muss eine grundlegende Wende in der Verkehrspolitik her, denn so kann es nicht weitergehen“, fordert Friedrich. Eine schlechte Abstimmung von Zug- und Busfahrzeiten, eine mangelhafte Anbindung ländlicher Regionen und überhöhte Preise führten „bereits jetzt dazu, dass viele Studierende nach Alternativen suchen, um dem ÖPNV-Chaos zu entfliehen“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende des HTW-Astas, Johannes König.

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