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Am Mittwoch spricht der Biologe Mario Ludwig an der HTW

Neujahrsvorlesung : Allzu Menschliches im Tierreich

Bei der Neujahrsvorlesung der HTW spricht Biologe Mario Ludwig über tierische Ausschweifungen.

Am Mittwoch lädt die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken wieder zur Neujahrsvorlesung ein. Die hat an der HTW schon Tradition. In diesem Rahmen soll ein wissenschaftliches Thema unterhaltsam dargestellt werden.

In diesem Jahr spricht der Biologe und Buchautor Mario Ludwig über erstaunliche Phänomene im Tierreich, die allzu menschlich erscheinen. So haben zum Beispiel die Weibchen der Adelie-Pinguine in der Antarktis ein Problem, das auch Menschen kennen. Sie haben nicht genug Schotter. Während Menschen diesen Ausdruck im übertragenen Sinn verstehen, gilt er bei Pinguinen wortwörtlich. In der Antarktis sind kleine Steinchen extrem selten, welche die Pinguine unbedingt zum Nestbau brauchen. Entsprechend begehrt sind sie. Es gibt Pinguin-Weibchen, die dafür anschaffen gehen. Sobald der Partner auf der Jagd ist, schleicht sich das Weibchen zu einem männlichen Junggesellen, um ihn zu verführen. Geht der darauf ein, kommt es zu einem Quickie, nach dem das Männchen zahlen muss: mit Schotter.

Auch von Diebstahl und Alkoholmissbrauch berichtet der Biologe: „Es gibt zum Beispiel Affen in der Karibik, die Touristen am Strand ihre Cocktails klauen. Die wissen genau, was sie tun, und trinken sich damit einen schönen Rausch an.“

Was in der Tierwelt alles möglich sei, fasziniere ihn jedes Mal aufs Neue, sagt der Biologe. Dabei interessieren ihn nicht nur solche skurrilen Fälle, er bewundere auch die Fähigkeiten der Tiere. „Wer hätte etwa gedacht, dass sich Mistkäfer, die nur ein stecknadelkopfgroßes Gehirn haben, an der Milchstraße orientieren?“

Der Vortrag „Sex, drugs and crime – Tiere sind auch nur Menschen“ beginnt um 14 Uhr in Gebäude 5, Raum 5206 auf dem Campus Alt-Saarbrücken. Um Anmeldung per Mail an ­studiumplus@htwsaar.de wird gebeten.