Hitze setzt Wildvögeln im Saarland zu

Wildvögel-Auffangstation : Hitze setzt Wildvögeln zu

In der Zentralen Wildvögel-Auffangstation des Saarlandes sind in diesem Jahr bereits mehr als 1500 verunglückte Vögel versorgt und aufgepäppelt worden, sagt Christoph Scherer, 1. Vorsitzender der Station.

„Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit sind in diesem Jahr besonders viele Wildvögel in Not geraten“, meldet auch das Umweltministerium.

Zurzeit seien häufig Mauersegler betroffen. „Aktuell sind 70 in unserem Bestand, etwa 20 haben wir schon wieder fliegen lassen“, sagt Scherer. „Sie haben ihre Nester unter den Dachziegeln, dort ist die Hitze besonders groß.“ Um sich davor zu retten, würden die Jungvögel aus den Nestern springen und dann häufig auf der Straße gefunden.

Um sich über die Situation zu informieren, war auch der saarländische Umweltminister Rheinhold Jost (SPD) in der Auffangstation in Püttlingen zu Besuch. „Die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Wildvogel-Auffangstationen leisten einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Artenschutz. Doch nicht jeder gefundene Vogel benötigt menschlichen Beistand“, erklärt er. Grundsätzlich sollte man die Situation erstmal beobachten. Gerade Jungtiere, die fast flügge sind, würden auch außerhalb des Nestes von den Eltern gefüttert. Anders sei es, wenn die Tiere noch nicht vollständig befiedert, flugunfähig, gefangen oder verletzt seien. Gleiches gelte für am Boden gefundene Mauersegler und Schwalben, so Jost.

Kontakt zur Wildvogelauffangstation unter Tel. (01 73) 942 20 01.

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