Hilfsorganisationen zeigen was sie können

Hilfsorganisationen zeigen was sie können

Marpingen. Die Polizei, die Polizeihundestaffel, ADAC-Luftrettung, Malteser Hilfsdienst (MHD), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Technisches Hilfswerk (THW), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Notfallseesorge und Feuerwehr präsentierten sich, ihre Geräte und Einsatzmöglichkeiten am Marpinger Schulzentrum

Marpingen. Die Polizei, die Polizeihundestaffel, ADAC-Luftrettung, Malteser Hilfsdienst (MHD), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Technisches Hilfswerk (THW), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Notfallseesorge und Feuerwehr präsentierten sich, ihre Geräte und Einsatzmöglichkeiten am Marpinger Schulzentrum.Der MDH zeigte sein Einsatzleitfahrzeug, ein ehemaliger Übertragungswagen des Saarländischen Rundfunks. Mit ihm werden die Helfer auch beim Papstbesuch am kommenden Wochenende für die Sicherheit der Menschen sorgen. Beim THW-Ortsverband Theley roch es nach Erbensuppe mit Wurst. Aus ihrer Feldküche versorgten die Männer und Frauen in Blau die Besucher. Außerdem sorgte ein fahrbares 64-Kilowatt-Aggregat für den nötigen Strom auf dem Gelände. Es lieferte auch den Strom für die Pumpen und die Lichtanlage des THW.

Die Polizei demonstrierte mit der Hundestaffel wie Verbrecher dingfest gemacht werden. Die Schäferhunde hörten aufs Wort und erkannten in der Showverführung die "gefährlichen Situationen", die von den Mimen ausgingen. Schlagartig bissen sie sich im Arm der "Verbrecher" fest und ließen diese so lange nicht los, bis die Beamten zur Stelle waren.

Bei zwei Auto-Unfällen stellte die Feuerwehr ihr Können unter Beweis. Nach dem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge sowie dem Absturz eines Pkw, den ein Kran in die Höhe gezogen hatte, mussten die Helfer verletzte Personen aus den Wracks befreien. Mit Rettungsschere, Spreizer und Glassäge gingen sie dabei ans Werk. Die "Verletzten" wurden währenddessen vom Rettungsdienst betreut.

Die DLRG präsentierte einen komplett ausgestatteten Taucher sowie ihr Motorrettungsboot. Wie unter anderem der Blutdruck gemessen wird, zeigte das DRK. Obendrein gab es eine Erste-Hilfe-Auffrischung für den Besucher. "Bei all der hochwertigen Ausstattung steht der Mensch mit seinen Fähigkeiten, seinem Wissen und seiner Ausbildung im Vordergrund", sagte Bürgermeister Werner Laub. "Ich hoffe, dass viele erkennen, dass es immer wieder Situationen gibt, in denen Hilfe benötigt wird, die nur erbracht werden kann, wenn Bereitschaft besteht, sich ausbilden zu lassen." Der zehnjährige Peter war mit seinen Eltern gekommen. "Cool fand ich die Spraydosen-Explosion", erzählte er begeistert. Er weiß jetzt aber, wie gefährlich es für den werden kann, der eine unter Druck stehende Dose zum Spaß anzündet.

Ein Höhepunkt sollte der Rettungshubschrauber Christoph 16 werden. Dieser stand aber nach seiner Landung nur für fünf Minuten auf dem Schulhof der Grundschule in Marpingen. Dann musste er zum nächsten Einsatzort fliegen. Nur ein paar Kilometer weg, hatte im Wald ein Traktor seinen Fahrer unter sich begraben. Die Löschbezirke aus Marpingen und Beschweiler bargen, den schwer verletzten Mann. Auch sie rückten aus vom Veranstaltungsgelände. Mit dem Rettungshubschrauber wurde er in die Uniklinik Homburg gebracht (wie berichtetet).

"Zum Glück waren alle in der Nähe", sagte Christian Gessner, Pressesprecher der Feuerwehr Marpingen. "So konnten wir noch schneller am Einsatzort sein als normalerweise."

"Björn Adams aus Marpingen war zunächst enttäuscht: "Das ist jetzt schade. Ich bin ein großer Fan von Christoph 16, erzählte der Besucher. "Aber genau das", so der 18-Jährige weiter, "ist ja der Job der Hilfskräfte". Und damit meinte er: Rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr einsatzbereit sein - und das größtenteils ehrenamtlich.

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