1. Saarland

Hilfe aus dem Saarland für bolivianische Kinder

Hilfe aus dem Saarland für bolivianische Kinder

Püttlingen. Für notleidende Kinder in Bolivien setzt sich die "Aktion 33" in Püttlingen ein. Die "Aktion 33" wurde 1986 von Gabriele Jost, Mitglied im damaligen Pfarrgemeinderat der Pfarrgemeinde Liebfrauen, ins Leben gerufen. Die Ursprünge der Bolivienhilfe der katholischen Kirchengemeinde reichen zurück in die Missionsbewegung der 50er Jahre

Püttlingen. Für notleidende Kinder in Bolivien setzt sich die "Aktion 33" in Püttlingen ein. Die "Aktion 33" wurde 1986 von Gabriele Jost, Mitglied im damaligen Pfarrgemeinderat der Pfarrgemeinde Liebfrauen, ins Leben gerufen. Die Ursprünge der Bolivienhilfe der katholischen Kirchengemeinde reichen zurück in die Missionsbewegung der 50er Jahre. Damals engagierte sich der ehemalige Primas der bolivianischen Kirche, Kardinal José Clemente Maurer, für die Armen in Bolivien. Dessen Heimatgemeinde war eben die Pfarrgemeinde Liebfrauen.

Das Projekt unterstützt das kleine, in 3000 Metern Höhe gelegene Bergdorf Sopachuy. Dort leidet die Bevölkerung - vor allem die Kinder - unter der Nahrungsmittelknappheit. Hinzu kommt, dass in Bolivien die Preise für Lebensmittel steigen. Das Geld der Landbevölkerung reicht meist gerade zum Überleben aus. Eltern können für ihre Kinder keine Spielsachen kaufen, keine neue Kleidung, geschweige denn Schulbücher. Das Ehepaar Monika und Peter Ziegler leitet seit fünf Jahren das Projekt und verwaltet die Spendengelder. "Wir setzen auf Kinder und Bildung", sagt Peter Ziegler.

Die "Aktion 33" unterstützt ein Haus für 80 Waisenkinder und Grundschüler, den so genannten Comedor der Josefsschwestern. Ältere Kinder, die die weiterführende Schule besuchen, wohnen in den Internaten San José und Santa Catalina. "Dort werden die Kinder bis zum Abitur ausgebildet. Die Kinder können danach nach Sucre gehen und studieren", erklärt Ziegler. In den zwei Internaten sind insgesamt 100 Jungen und Mädchen untergebracht. 50 Jugendliche machen eine handwerkliche Ausbildung im Kolping-Internat. In der Region ist dies die einzige Ausbildungsstätte für Jungen. "Jugendliche haben die Möglichkeit, sich zum Schlosser, Autoschlosser und Schreiner ausbilden zu lassen", sagt Peter Ziegler. Derzeit plant die "Aktion 33" die Internate in Sopachuy zu sanieren und auszubauen. In der Kolpingwerkstatt gibt es derzeit nur eine Dusche für die vielen Kinder.

Rund 150 Spender pro Monat unterstützen das Projekt. "Vom einfachen Handwerker bis zum Professor spenden alle", so Peter Ziegler. Saarlandweit gäbe es zudem 130 Spenden, aus den übrigen Bundesländern gut 30 pro Monat. bera

Auf einen Blick

Bei der Aktion " Saarlands Beste" stellt die SZ Menschen und Vereine vor, die sich in besonderer Weise für andere engagieren. Vorschläge an: Saarbrücker Zeitung, Stichwort " Saarlands Beste", Gutenbergstr. 11-23, 66103 Saarbrücken. red